Es ist die berühmte halbe Ewigkeit her, dass die großen Bertholinis im Studio waren. Aber heute ist es mal wieder so weit – im Ernst. Für einen recht spontanen Samplerbeitrag haben wir uns einen Tag bei Lonestar eingemietet. Aufgenommen wird ein neuer Song namens ‘Blind & Toothless’. Viel Ukulele, Glockenspiel, Gesang, wenig Schlagzeug, Bläser spielen Tasteninstrumente, Gastsängerinnen sind auch mit von der Partie. Der aktuelle Eindruck ist schonmal phänomenal, ich werde berichten, sobald es etwas zu hören gibt…
Rote Kulturnacht
So schnell kanns gehen! Am vergangenen Freitag noch waren wir ein wenig am Hadern, wie die neuen Songs am besten in unser Set zu integrieren wären. Kaum zwei Tage später wurden in 100 überschwänglichen Minuten im proppenvollen Festsaal des Nürnberger K4 eigentlich alle Zweifel ausgeräumt. Aber der Reihe nach.
Wir haben ja durchaus beste Erinnerungen an diesen K4-Festsaal. Vor ziemlich genau zwei Jahren fand hier unsere heimische CD-Präsentation zu ‘Gradual unfolding of a conscious mind’ statt. Und schon beim Soundcheck fühlt sich das auch diesmal alles sehr gut an. Ein wenig getrübt wird meine uneingeschränkte Vorfreude allerdings, als ich nach dem herrlichen Schnitzel in der “Kulturwirtschaft” kurz im Saal der Vorband “Monaco Bagage” lausche. Die besagte Trübung rührt dabei zum einen von der Band (nicht falsch verstehen, die Qualität der Instrumentalisten ist über jeden Zweifel erhaben, aber Musikkabarett ist einfach nicht mein Fall) zum anderen vom Altersdurchschnitt bzw. der Zusammensetzung des Publikums. Aber wir hatten uns ja bereitwillig eingelassen auf diese von der SPD-Stadtratsfraktion organisierte Kultursause – und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Als sich der Saal nach der komfortabel-einstündigen Umbaupause zu unserem Konzert wieder füllt und wir die Bühne betreten habe ich sofort den Eindruck, dass da eine völlig andere Menge steht. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir einfach meine Wahrnehmung einen kleinen Streich gespielt hat, oder ob tatsächlich viele Gäste ihre Eintrittskarten mitterweile weiterverkauft hatten – ich werde es nie erfahren…
Ja und dann nahm der Abend – wie so oft – seinen Lauf! Herrlich schon der Beginn mit der Heimpremiere von “Blind & Toothless” und bereits nach dem zweiten Song (“Run to hide”) wird mir klar, dass jedes einzelne Lied heute einfach richtig viel Spaß machen wird – umso mehr nach einem halben Jahr Bühnenabstinenz. Und so ist es dann auch 100 Minuten lang! Bis sich schließlich bei der letzten Zugabe (Whispering Fools) einmal mehr zwei Kreise im (bzw. aus) Publikum bilden und wir uns schon ausmalen können, dass am Ende einfach der ganze Saal tanzt. Ein tolles Konzert! Danke an alle die dabei waren! Hier gibts übrigens die offizielle Bildergalerie zum Abend.
Was Konzerte angeht wird es nun aber wieder ruhiger. Wir verkriechen uns in den Proberaum und konzentrieren uns weiter auf die Ausarbeitung der neuen Songs. Sobald es etwas neues gibt, erfahrt ihr es als Erste, versprochen…
Bis bald
Euer Zoltán
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Das KFZ in Marburg als Labor
Das erste Konzert nach knapp 6-monatiger Kreativ- und Nachwuchspause liegt kaum 12 Stunden hinter uns. Ich würde vom gestrigen Abend beinahe als Experiment sprechen: Neue Songs kommen auf die Bühne, einige der Älteren müssen weichen. Ergibt das ein rundes Programm? Wie kommen die neuen Sachen beim Publikum an? Wie fühlen sie sich auf der Bühne an? Spannend! Das gibt freilich auch einen kleinen Schub in Richtung Lampenfieber, umso mehr nach 6 Monaten Bühnenpause. Experiment geglückt?
Ein sehr aufschlussreicher Abend, ohne Zweifel! Weniger ausgelassen und Tanz-animierend scheint das neue Gesicht der Bertholinis zum jetzigen Zeitpunkt. Ruhiger? Ernsthafter? Minimalistisch? Kann eine 8-köpfige Band überhaupt minimalistisch sein? Ihr seht: wir sind (bzw. ich bin) heute Morgen selbst noch ein wenig auf der Suche nach den passende Worten dafür. Das wird auf der bevorstehenden Heimfahrt sicher auch noch ein wenig diskutiert werden…
Insgesamt klingt mir das jetzt allerdings ein bisschen zu wenig euphorisch! (Das mag auch an der Tageszeit liegen.) Es war ein sehr schöner Abend gestern! Nette Marburger, wunderschöne neue Songs, große Momente, neue Instrumente und sogar Freudentränen auf der Bühne. Was will man mehr?
Und weil das alles ein Prozess ist folgt schon Morgen der nächste Teil des Experiments im Künstlerhaus K4 in Nürnberg. Ich werde berichten.
Euer Zoltán
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Gábor und László unterwegs
Bevor die Familie Bertholini wieder vollzählig die Bühne betritt sind zwei unserer Brüder – Gábor und László – diese Woche mit unseren schwedischen Freunden von Golden Kanine (hier auf facebook) unterwegs. Sehr sehenswert, ich persönlich freu mich schon dolle auf Freitag! Heute Abend sind sie in Münster im Gleis 22, diese Termine stehen noch an:
Do 25. Okt – Kassel, Schlachthof
Fr 26. Okt – Nürnberg, MUZ-Club
Sa 27. Okt – Bonn, WDR Rockpalast / Crossroads festival @Harmonie
Die beiden ersten Konzerte waren in Leipzig und Hannover und die Jungs waren nicht nur auf der Bühne fleißig, sondern haben auch eine Videoserie mit akustischen Backstageversionen von neuen Songs begonnen. Hier die ersten beiden Perlen:
Wir sind gespannt, ob das die ganze Woche so weitergeht, und freuen uns wenn die Herren sich mit uns im Proberaum den Feinschliff für die Bertholini-Konzerte holen. Nicht vergessen: The Great Bertholinis am 8. November in Marburg und am 10. November in Nürnberg.
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Neue Konzerte stehen an
Nur kurz heute: Im November werden wir – überrascht? – zweimal die Konzertbühne betreten. Am 8.November sind wir wieder einmal in Marburg zu Gast (wir erinnern uns an das herrliche Hafenfest), diesmal im altehrwürdigen KFZ. Und am 10. November werden wir im Rahmen der Roten Kulturnacht ein weiteres mal die Bühne im Nürnberger K4 betreten (ebenfalls schöne Erinnerungen). Wir freuen uns natürlich sehr, nach über 4 Monaten Konzert- und Babypause endlich wieder live zu spielen. Und das noch mehr, wo doch haufenweise neues Songmaterial darauf wartet ebenfalls das (Bühnen-)Licht der Welt zu erblicken. Wir feilen emsig…
Bis bald
Zoltán
Eingeordnet unter News
Jenseits des Elfmeterkrimis
Es ist Sonntag Mittag und wir sitzen mal wieder im Bandbus auf dem Weg nach Hause. Drei wunderbare Tage mit mehr als schönen Konzerten liegen hinter uns. Treffen mit alten Bekannten aus Übersee und “Eintopf Mumbai” in Neu Tramm. Die Apart-Premiere und ein unvergesslicher Abend in der Soulkitchen in Hamburg. Und nun gestern in Dresden – parallel zum vermeintlichen Fussballdrama in München – eine sehr witzige und verschwitzte Show im Ostpol.
Ich hatte ja gestern schon erwähnt, dass mir die Bühne auf den ersten Blick etwas knapp bemessen erschien und tatsächlich stellte sich schon nach dem Aufbau des Schlagzeugs heraus, dass Sie dieses Mal schlicht und einfach zu klein sein würde. Aber mit einem eleganten Teppich wurde die Selbige flugs ebenerdig erweitert, so dass Todor und Oszkar (sozusagen Aug in Aug mit dem Publikum) vor der Bühne Platz fanden. Die zweite Frage von gestern war die Frage nach dem Ausmaß der Fussballleidenschaft in der Dresdener Neustadt, insbesondere nach den vorhandenen Sympathien für den roten Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt. Glücklicherweise scheint eben diese nicht allzu stark ausgeprägt zu sein, die Bude war gut gefüllt. In dem holzig-rustikalen, kleinen Saal wurde es dementsprechend schnell überaus heiß (zumindest AUF der Bühne), oben wie unten wurden bereits die ersten Songs betanzt, was sich bis zum Ende fortsetzen sollte. Tags zuvor in Hamburg war noch von den sehr aufmerksamen Zuhörern die Rede, die samstäglichen Dresdener waren gestern einfach zum Feiern aufgelegt – uns sollst recht sein, sehr recht sogar…
Und so endet nun unser 3-tägiger Konzertreigen. Nochmal Danke an alle Beteiligten, alle Veranstalter, Techniker, Köche, Fahrer und natürlich an alle Konzertbesucher. Schön wars bei euch!
Bis bald
Zoltán
Fast in Dresden
Der Sommer ist offenbar wieder da und führt dazu, dass wir momentan leidlich schwitzend, aber keinesfalls unvergnügt in Richtung Dresden unterwegs sind. Noch etwas müde sind wir, war spät gestern. Ich hatte von einem sehr vielversprechenden Soundcheck gesprochen und dieses positive Gefühl trügte (trug) nicht. Schöner Saal, schöne Bühne, toller Sound, kein allzu großes, aber ein sehr aufmerksames und nettes Publikum (da kann man auch mal aus dem Nähkästchen plaudern), ein diesbezüglich bestens aufgelegter Todor… ein ganz wunderbares Konzert war das gestern. Mein ganz persönlicher Höhepunkt war die Live-Premiere des Songs ‘Apart’ – ich mag Gänsehaut auf der Bühne.
Der weitere Abend führte dann uns und eine kleine Schar von sympathischen Übriggebliebenen in die benachbarte Soulkitchen-Halle (ihr wisst schon, der Fatih-Akin-Film…), die wir zu allem Überfluss dann für uns hatten. Man stelle sich also kindlich begeisterte Bertholinis vor, die sich in wechselnder Besetzung über die famose Plattensammlung beugen und sekündlich Freudenschreie ausstoßen. Sternstunden der Vinyldisko! Ein herrlich ausgelassener Abend!
Mittlerweile sind wir am Ostpol in Dresden angekommen, ich muss mit ausladen. Ob trotz CL-Finale jemand in den Ostpol findet und ob wir überhaupt auf die sehr kleine Bühne gepasst haben erzähl ich morgen…
Euer Zoltán




