Drachenfliegen in Braunschweig

Endlich ist die Familie wieder unterwegs. Leider ist bei unserem Kurztrip in den Norden unser Cousin und Techniker Felics nicht dabei. Es liegt ein leises Gefühl der Unvollständigkeit in der Luft, sein Platz im Bus ist leer! Aber es wird auch so gehen – müssen…

Es ist wie gesagt länger her, dass wir tatsächlich gemeinsam unterwegs sind. Die beiden Einzelkonzerte in München und Nürnberg zählen nicht so richtig, erst seit heute ziehen wir wieder mehrere Tage am Stück durchs Land. Nach Norden, aber das hab ich ja schon erwähnt. Das Land sieht mittlerweile auch schon ein bisschen mehr nach Frühling aus, was die lange Anreise nach Braunschweig insgesamt angenehmer macht. Hier ein Blick in ein frischgrünes Tal, dort blitzt die Sonne durch den Wald, fluffige Wolken im Sonnenuntergang – schön ist das. Aber was schreib ich? Eigentlich solls hier ja um das heutige Konzert gehen.

Ich habe in den vergangenen Wochen des öfteren von schönen Locations und netten Sälen geschrieben. Von tollem Sound, wundersamer Beleuchtung und nettem Ambiente. Von so oft idealen Rahmenbedingungen für große kleine Konzerte! All das schien uns heute etwas den Rücken gekehrt zu haben. Das Jugendzentrum Drachenflug in Braunschweig ist bei Tageslicht eine recht karge Adresse. Im Saal stehen auf Linoleumboden ein Kicker, eine Tischtennisplatte, nebenan die Bar und der fast obligatorische Billardtisch. Eine kleine Gesangsanlage wird noch aufgebaut, Monitore werden noch schnell organisiert – „das klappt schon alles irgendwie“ sagt der Veranstalter. Muss ja!

Aber zum Glück behält er recht! Das Drachenflug bleibt zum Glück nicht so karg wenn Menschen drin sind. Und gut gelaunte dazu! Die tanzen auch bald! Und lachen und klatschen! Und sagen hinterher, dass das Konzert noch länger hätte gehen können. Die Musik vollbringt mal wieder Erstaunliches und Verbindendes! Trotz aller zunächst gewähnten Widrigkeiten also ein gutes Konzert. Im Fussball würde man von einem Arbeitssieg sprechen. Und der verschwitzte Schütze des einzigen Tores würde hinterher am Spielfeldrand sagen, dass es ein Zeichen von Qualität ist, wenn man auch solche Spiele gewinnt. Nix für den Ruhm also. Morgen Abend sieht alles schon wieder ganz anders aus. In der Hauptstadt wartet das Suppamolly auf uns. Und dort werden wir endlich wieder auf unsere kanadischen Freunde Rich, Kristin, Scott, Nichol und John treffen, die dort als Friendly Rich and the Lollipop People morgen ihre diesjährige Deutschland-Tournee eröffnen werden. Man darf gespannt sein!

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