Eine Bastion in Kirchheim/Teck

Kurz bevor es endlich in die Freiluftsaison geht melde ich mich nochmal kurz, um euch von unseren letzten Abenteuern in dunklen Stadtmauerverließen zu berichten. Unser schon das ganze Jahr andauerndes Bemühen neue Freunde in allen Winkeln des Landes zu finden (hier sind tatsächlich persönlich bekannte Menschen gemeint, keine „Anfrage-Angenommen“-Freunde; die haben wir auch gerne, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt) fand eine weitere sehr erfreuliche Fortsetzung im idyllischen Kirchheim (und der Zusatz „Teck“ soll nicht unerwähnt bleiben).

In der schönen Schwäbischen Alb mussten wir zunächst einen langen und kühlen Felsengang entlang, um die Bühne des hiesigen „kulturellen-literarischen-politischen clubs“ (e.V.) Bastion zu besteigen. Am Ende dieses langen und dunklen Ganges wartet allerdings ein Gewölbekeller von ungewöhnlichen Abmessungen. Der Raum ist nicht direkt klein! Eher von der Sorte „klein“ die angenehmerweise recht schnell voll mit Leuten ist. Und der Raum ist vielmehr hoch, als lang und breit. Auf dem Rang (sozusagen im ersten Obergeschoss) findet sich gar eine 3-stufige Holztribühne mit Schalensitzen, wie man sie eher aus Fussballstadien kennt. Beim ersten Betreten wirkt das auf uns alles zunächst etwas kühl! Auch der kulinarische Empfang (der von der Fahrt ermattete Musiker freut sich im Allgemeinen durchaus über frisches Obst und liebevoll belegte Kleinigkeiten) kommt in Form von Butterbroten etwas sachlich daher.

Bei den Butterbroten muss allerdings eine ungewöhnliche Panne passiert sein, denn im Laufe des Abends lernen wir nicht nur die Veranstalter, sondern auch das hiesige Publikum als sehr hilfsbereit und geradezu fürsorglich kennen. Der Keller spielt seine guten Karten sofort aus und ist sehr schnell proppenvoll mit Bühnen-erfahrenem Stammpublikum. Und es dauert erfreulicherweise nicht lange bis die Anwesenden uns vollends vertrauen und dem musikalischen Diskurs leidenschaftlich folgen. Ich weiß nicht, ob es unten im Saal immer genauso wahrgenommen wird, aber es ist wieder einmal ein bisschen mehr als „nur ein Konzert“. Man verbringt einen gemeinsamen Abend, lacht, trinkt, erzählt Geschichten, teilt schöne Momente… So solls sein, ein wunderschöner Abend! Ein lautes Dankeschön an die Bastion in Kirchheim!

Weiter und endlich auch auf die Festival-Bühnen (wennauch noch nicht im Freien) gehts schon am kommenden Samstag beim Redbox-Festival in Dingolfing. Wir freuen uns und wie man liest freut sich auch das Festival auf uns: „Aber Vergleiche besagen nicht viel, das was wirklich zählt, ist die Tatsache, dass die Musik der Großen Bertholinis glücklich zu machen vermag.“ Mehr über das Festival in der roten Kiste gibts hier. Und fast hätt ichs vergessen: vom Konzert in Kirchheim gibts auch ein paar Bilder bzw. Portraits, die gibts hier zu sehen. Bis bald!

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