Weltpremiere geglückt

Es gab einige kleinere Rückschläge auf dem Weg zu unserem ersten Konzert 2010. Ich berichtete noch am Freitag Vormittag von der frühlingshaft-sonnigen Vorfreude auf unser erstes Konzert nach über 3 Monaten. Etwas später beim Eintreffen am Proberaum grüßten dann bereits düstere Wolken am Horizont. Und das Einladen hätte keine Sekunde länger dauern dürfen. Der Kontrabass war als traditionell letztes Teil gerade ganz oben auf dem Equipment platziert und die Hecktüre geschlossen, als auch schon dicker Platzregen einsetzte. Die wettermäßig trübere Stimmung konnte unser Kribbeln in den Fingerspitzen allerdings nicht schwächen.

Bei unserer Einfahrt in die Stadt Plauen wurde dann zunächst von keinem kommentiert, was für jeden von uns offensichtlich war und für den weiteren Abend nicht ohne Folgen bleiben konnte: Mit überaus großem Aufwand war hier von flinken und zweifellos fleißigen Helferleins die ganze Stadt mit Konzertplakaten übersät worden. Allerdings nicht für unser Konzert, sondern für das am gleichen Abend stattfindende Konzert der Band Bosshoss. Nun würde ich normalerweise nicht sagen, dass sich die Zielgruppen der Great Bertholinis und die von Bosshoss sonderlich groß in die Quere kommen. Wenn nur nicht die Zielgruppe für Livekonzerte im Allgemeinen in einer Stadt wie Plauen nicht schon recht überschaubar wäre.

Ich erwähne an dieser Stelle sonst nie irgendwelche Zuschauerzahlen von unseren Konzerten. Ihr wisst selbst, mal kommen mehr, mal weniger. Dieses Tabu möchte ich heute einmal brechen und ganz bewusst sozusagen die Hosen runterlassen: es waren am vergangenen Freitag etwa 25 Leute da. So, nun ists raus. Und ich kann auch nicht leugnen, dass wir uns etwas mehr erhofft hatten, nachdem wir ein Jahr zuvor an gleicher Stelle im Rahmen des Plauener Folkherbstes vor voller Hütte gespielt hatten. Der ehrgeizige kleine Bertholini in uns allen musste da kurz mal nen Schnapps trinken.

Aber dann war auch schon alles wieder gut. Ein Konzert ist schließlich ein Konzert ist ein Konzert! Nach den ersten Tönen war die kleine Enttäuschung verwunden und das Kribbeln war schließlich immer noch in den Fingern und wollte raus. Der Abend sollte einiges an Erkenntnis bereithalten, waren doch nicht weniger als vier Titel von der neuen CD in unserem Programm – vier Weltpremieren sozusagen. Eine spannende Sache das: neu Songs treffen alte Songs! Und die haben sich außerordentlich gut miteinander vertragen, so wie ich das gehört habe. Mein persönlicher – und ich war selbst etwas überrascht – Höhepunkt in dieser Hinsicht war „Time with you“. Aber solange die neue CD noch nicht da ist, könnt ihr euch davon allerhöchstens auf einem unserer nächsten Konzerte selbst überzeugen (die nächste Möglichkeit wäre demnach das Burning Eagle Festival in Reutlingen am 10.April). Die Stimmung im Saal und auf der Bühne war jedenfalls sehr positiv und entspannt. Wir hatten großen Spass wieder live zu spielen! Und an dieser Stelle möchte ich mich noch bei den Plauener bedanken, die an diesem Abend da waren (man hätte meinen können es wären 35 oder sogar 40 gewesen). Ich hatte jedenfalls das Gefühl, ihr habts nicht bereut. Und ich denke, wir kommen auch wieder nach Plauen! Bis dahin…

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