Vergleichsweise unhektischer 1. Mai in Lübeck

Das Maifest der Alternative auf der Lübecker Walli liegt hinter uns (und mittlerweile auch ein Großteil der langen Heimfahrt). Unweit vom bekannten Lübecker Holstentor fungiert ein kleines, buntes und verschachtelt-verschlungenes Gelände am Flussufer als Festivalschauplatz. Abseits der Bühnen führen schmale (leider mitunter schlammige) Pfade durch kleine Wäldchen, vorbei an Bauwagengrundstücken inklusive Kräutergarten. Aus Holzverschlägen wird Bier verkauft, in der Reggae-Ecke wie auf der kleinen Palettenbühne mit den Djembetrommlern herrscht rythmisches Kopfnicken. Schon Nachmittags beim umfangreichen Kinderprogramm (u.a. mit dem uns aus Würzburg wohl oder übel bekannten Schlagerbernd) ist das Gelände und die Plätze vor den zwei OpenAir-Bühnen prall gefüllt. Und auch die einzige Indoorbühne, auf der wir dann am frühen Abend zu Gange waren, erfreut sich dicht gedrängten Zuspruchs. Umso mehr, als das Wetter nicht unbedingt OpenAir-tauglich zu nennen ist (Ja ich weiß, für einige gehört der Schlamm einfach dazu. Ich – das gebe ich unumwunden zu – bin keiner von denen).

Ein gewisser improvisierter Nonprofit-Charme prägt das gesamte Festival. Scharen von freiwilligen Helfern tun wahrlich ihr bestes und allein was die Backstage-Küche an kulinarischen Donnerlittchen zu bieten hat sucht Seinesgleichen. So knapp vor der Küste hätte wirklich keiner von uns mit einem waschechten fränkischen Schäuferle gerechnet. Hier wird mit viel Liebe gearbeitet! Mannomann. Leider hatten die räumlich beschränkten Gegebenheiten hinter unserer Bühne und die nur 20-minütige Umbaupause vor unserem Konzert eine leichte Hektik zur Folge. Davon ließ sich aber das Publikum nichts anmerken und nahm uns trotz der Genremäßig etwas überaschenden Wendung (vor uns war die Band Phlegmatix zu Gange) sehr wohlwollend auf. Professionelle Darbietung unter schwierigen Rahmenbedingungen, alle Achtung! Nach nur 40 schnellen, grellen und fröhlichen Minuten war alles auch schon wieder vorbei und einigen Gesprächen nach zu urteilen scheinen wir unseren Anker eindrucksvoll in Lübeck ausgeworfen zu haben. Wir werden sehen, ob es uns eines Tages wieder in diese sehr nette Stadt verschlägt.

Und am Ende noch eine kleine Ankundigung: Wir sind gleich am kommenden Freitag wieder unterwegs. Das KFZ in Marburg ist unser Ziel, wer kommen mag, ist herzlich eingeladen!

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