Von der Leine an die Ruhr

Erste Station unserer 5-Tages-Tour war am gestrigen Abend das Café Glocksee in Hannover. Die hiesige Veranstaltungsinstitution heißt ‚Ruby Tuesday‘ und beschert den zahlreichen Besuchern bei freiem Eintritt jeden Dienstag ein Konzert mit anschließendem Feiern-und-Tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen kann man bescheinigen, dass dieses Konzept voll aufgeht. All unsere bisherigen Konzerte hier fanden vor vollem Haus (>200 Leute?) statt. Freilich ist bei einem kostenlosen Konzert die Atmosphäre im Saal eine deutlich andere. Während es am vergangenen Freitag in Dresden vor Beginn eines Songs fast mucksmäuschenstill war, dringt im Glocksee schon auch mal während eines ruhigen Zwischenteils die laute Geräusch- bzw. Gesprächskulisse auf die Bühne durch. Wobei sich die Nebengeräusche am gestrigen Abend geringer ausnahmen als bei früheren Konzerten hier (das könnte allerdings auch an der überdurchschnittlich hohen Lautstärke auf der Bühne gelegen haben). Wer nun annähme, die Aufmerksamkeit des Publikums sei dabei gering, der irrt vollumfänglich. Man kann glaube ich im Gegenteil von einem recht qualifizierten Konzertpublikum sprechen. Apropos ‚qualifiziert‘: der Sound war einmal mehr hervorragend, Mischer Sebbi erhielt auch viel Lob von heimischen Ohren.

Wie beim letzten Mal hier fiel mir auch dieses Mal schon beim ersten Song das sofort spürbare Wohlwollen des Publikums auf, was wiederum für sofortiges Wohlbefinden auf der Bühne sorgt. An solchen Abenden läuft das Konzert eigentlich von alleine, wie am Schnürchen, ein Zahnrad greift ins andere, alles bestens also. Dieser Selbstläuferaspekt wurde allerdings bereits beim zweiten Song (zumindest für Janos) aufs heftigste von technischen Problemen im, am oder um eben seinen Verstärker torpediert. Während wir derweil ohne Janos ‚Endlessly in Love‘ zum besten gaben, wurde der malade Amp gegen hauseigenes Equipment ausgetauscht, was aber nur zu andersartigen Schwierigkeiten führte. Kabelwege wurden geprüft, ersetzt, und gerade als ein dritter potentieller Verstärker herbeigeschafft wurde, war das Problem (augenscheinlich) behoben. Leider gab es später bei ‚Caribbean home‘ erneute Schwierigkeiten, die uns dann aber nicht mehr weiter auf-, geschweige denn abhalten konnten, diesen herrlichen Abend zu dem ihm gebührenden Ende zu bringen. So müssen Konzerte sein! Ein herrlicher Club!

Weiterführende Tests am heutigen Vormittag (während des sehr feinen Frühstücks im Glocksee) haben übrigens die volle Funktionsfähigkeit von Janoschs Verstärker (fürs Erste) nachgewiesen. Wir werden sehen wie es bei diesem Thema weitergeht…

Nach einer gut dreistündigen, mal heftig verregneten, mal weitgehend sonnigen Fahrt gen Westen befinden wir uns nun im Drucklufthaus in Oberhausen. Ein großes Kulturzentrum mit viel Graffiti ringsrum und massenweise Aufklebern auf der Toilette. Ich melde mich morgen wieder…

Zoltán

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