Von der Ruhr an die Kieler Förde

Vom westlichen Rand der Republik geht’s nun in den hohen Norden. Kiel ist heute Abend unser Ziel, insbesondere die dortige Schaubude. Auch hier waren wir bereits zweimal zu Gast und ich kann mich vor allem an unseren ersten Abend dort erinnern, der damals überraschend überschwänglich ausfiel und von schweißtreibenden klimatischen Bedingungen auf einer winzigen Bühne bestimmt war. Wir werden sehen, zunächst schauen wir mal auf gestern.

Das Druckluft in Oberhausen ist ein sowohl äußerlich als auch inhaltlich sehr buntes Kulturzentrum. Ich hab ja schon gestern den flächendeckenden Graffittiauftrag an der Fassade und die wirklich sehr umfangreiche Aufklebersammlung auf den Toiletten erwähnt. Neben einem Café und einem veganen Restaurant (die Falaffel sind sehr zu empfehlen) findet sich im Inneren dann auch ein größerer Konzertsaal, dessen Bühne – und das haben wir selten – zum Zeitpunkt unserer Ankunft bereits akkurat für uns vorbereitet war: Monitore platziert und verkabelt, Mikrophonierung fürs Schlagzeug aufgebaut und verkabelt… vielleicht waren wir auch etwas spät dran, jedenfalls: Kompliment an die Haustechnik.

Trotz der guten Rahmenbedingungen kann ich allerdings nicht verschweigen, dass der Publikumszuspruch leider sehr weit hinter den allgemeinen Erwartungen zurückblieb. Als gegen 21:30 Uhr die „Vorband“ (durchaus zu empfehlen, der dänische Singer/Songwriter echo me) anfing könnten wir in voller Bandstärke die Anzahl der Zuhörer gefühlt verdoppeln. Verglichen mit dem lärmig verrauchten Café Glocksee vom Vorabend also eine deutlich intimere Kulisse. Noch intimer geht eigentlich nur im Proberaum. So bleibt dann aber auch einmal Zeit für andere Dinge, man kann auf lokale Gepflogenheiten eingehen, die ein oder andere Geschichte mehr erzählen, insgesamt etwas genauer auf jede einzelne Note achten. Überhaupt: Achtsamkeit! Persönliches Highlight des Abends in einer solchen Stimmung war für mich dann auch wenig überraschend ‚Haima‘, mmh…

Sympathischerweise trafen sich anschließend Publikum und Band zum Handschlag am Merchkoffer und etwas später gab der Veranstalter gar eine Runde Hochprozentiges für alle Anwesenden aus. Versöhnliches zu später Stunde also.

Mit hohen Hoffnungen transferieren wir also nun gen Nordosten. Neben mehr Zuhörern am Abend hoffe ich selbst auch auf einen kurzen Blick auf die Ostsee. Bis morgen, ergebenst

Zoltán

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