Watt, Innerste und zurück zur Pegnitz…

Wir waren endlich am Meer! Nachdem uns zuvor in Kiel ja aus Zeitgründen der Blick aufs offene Wasser noch verwehrt worden war, gabs vorgestern immerhin ausgiebigen Kontakt mit der Nordsee. Krabben vom Kutter kaufen, übern Deich spazieren (dabei auch Einheimischen beim herbstlichen Bad begegnen; „… so 12 Grad…“) und selbst dann blieb noch Zeit für eine kurze und erholsame Stippvisite im Hotel, bevor wir uns im „Speicher“ – dem örtlichen „soziokulturelle Zentrum“ direkt am Binnenhafen – einfanden. Im Erdgeschoss des historischen Gebäudes befindet sich ein kleiner Konzertsaal mit altem Holzgebälk und erlesenster Tontechnik. Eine malerische Kulisse also, die im Gegensatz zu unseren letzten Gastspielen in dunklen Kneipen und alternativen Kulturzentren eher den ehrwürdigen Duft von Hochkultur atmet. Wie schon beim letzten Mal wurden wir sehr sehr herzlich empfangen! Den Gipfel der Gastfreundschaft stellte aber der stark an unser Bandfoto erinnernde Wandschmuck dar:

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Ein handgesägter Albumtitel – unbezahlbar!

Erfreulich zahlreich erschienen dann die Husumer und so deutete sich bereits früh ein sehr positiver Verlauf des Abends an, der diesmal von der sympathischen Hamburger/Husumer Band ‚Naked as we came‘ eröffnet wurde. Insgesamt ein sehr herzlicher und runder Abend mit großem Klangerlebnis (Danke Sebbi) und dem erstaunlichsten Ausdruckstänzer seit langem, ein wahrer Augenschmaus! Überhaupt sehr umgängliche Menschen hier oben!

Nach dem insgesamt fast touristisch anmutenden Freitag ging es am Samstag Morgen gleich mit Esprit auf die Autobahn. Um 15 Uhr waren wir mit den Jungs von Lamosiqa.de in Hannover zu einem Videodreh im Stadtpark verabredet – ‚Blind & Toothless‘ im Grünen, wir sind sehr gespannt auf das fertige Video! Anschließend gings gleich weiter nach Hildesheim in die Kulturfabrik Löseke, wo wir am Abend in direkte Konkurrenz zu HGichT treten sollten. Die Veranstalterin selbst war wohl nicht sonderlich glücklich mit dieser Konstellation und schien nicht allzu zuversichtlich, was zahlende Gäste am Abend anging. Die Kulturfabrik versteht sich ebenfalls als soziokulturelles Zentrum und beherbergt neben diversen Werkstätten und Seminarräumen auch einen großen Konzertsaal im Untergeschoss (hier gabs HGichT), eine Kneipe und eben einen kleineren Saal im Obergeschoss, in dem wir zu Gange waren. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob die Veranstalterin wirklich Angst hatte, dass niemand kommen würde, oder ob sie nur ganz tief in die psychologische Trickkiste gegriffen hatte. Unsere völlig abgestellten Erwartungen an den Abend wurden nämlich gegen halb neun pulverisiert, als wir die Bühne des gut gefüllten Saales bestiegen – auch so kann man Euphorie erzeugen! Nach den vier Shows ohnehin bestens eingespielt gab es für die schnell wohlgesonnenen Hildesheimer eine gut aufgelegte und technisch glänzende Vorstellung. Mit einigen Leckerbissen! Persönliche Highlights diesmal ‚Living Dead‘, ‚J.F.Boone‘ und vor allem der von Blockflöten begleitete Abschlusssong ‚Heart Heart Stereo’… Danke Hildesheim, wir kommen gerne wieder. Besonders gerne natürlich auf das Folk’n’Fusion-Festival im nächsten Herbst!

Und damit ist unsere 5-Tages-Tour auch schon wieder Vergangenheit – wunderbar wars! Live geht es weiter am 7. November bei der großen CD-Präsentation im Nürnberger K4. Bis dahin wird es medial wohl wieder etwas ruhiger werden als in den letzten Tagen. Wobei, es ist einiges an Material entstanden…

Bis ganz bald
Zoltán

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