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Klüpfel Open Air 2017

Unser erstes und wahrscheinlich auch einziges Konzert im Kalenderjahr 2017 steht an. Beim alljährlichen Klüpfel Open Air! Zum dreißigsten (und letzten?) Mal wird die gemütliche Wiese am Wöhrder See zum Festivalgelände. Und wir sind dabei – Vergnügen und Ehre zugleich. Immerhin haben seinerzeit just hier im Klüpfel die noch sehr kleinen Bertholinis selbst erste Bühnenlüfte und -düfte geschnuppert. Viel Zeit ist vergangen seitdem…

Wir sind also am Samstag Abend dran, aber auch das restliche Programm (ich persönlich möchte euch besonders „A Tale of Golden Keys“ und den allzeit glitzernden „Bird Berlin“ empfehlen) ist sicherlich hörenswert. Unbedingt hin also!

Warmspielen fürs Bardentreffen

Außerhalb des Proberaums war in letzter Zeit nichts musikalisches von der Familie Bertholini zu vernehmen. Seit den letzten Clubshows hatten wir uns im Proberaum vergraben, um gemeinsam neue Liedperlen zu polieren. Vier von diesen Perlen sind nun endlich und vollends fertig! Gerade rechtzeitig. Denn das Schicksal hat sichs mal wieder recht schlau ausgedacht und uns am vergangenen Wochenende – wohlgemerkt exakt eine Woche vor dem saisonalen, sommerlichen Highlight des Jahres (dem Bardentreffen in Nürnberg) – gleich auf zwei schmucke Open-Air-Bühnen gestellt. Dort erblickten die vier neuen Songs nun erstmals das Bühnenlicht.

Samstag, 23. Juli – Lauf
Der erste Teil unserer musikalischen ‚Beta-Tests‘ fand am vergangenen Samstag bei der ‚Langen Laufer Kulturnacht‘ im idyllischen Garten des Laufer Jugendzentrums statt. All die Idylle konnte allerdings kaum darüber hinwegtrösten, dass auch bei bestem Freiluftwetter wahrlich nicht allzu viele Laufer tatsächlich im Villengarten ankamen. Allerdings bestand keine Gefahr, dass wir sehnsüchtig nach Bühnenluft dürstenden Bertholinis – erst recht mit vier neuen Songs im Gepäck – uns den ebenso lauen wie launigen Abend verderben lassen. Danke JUZ, war trotzdem sehr schön!

Sonntag, 24. Juli – Altdorf
Deutlich mehr los war tags darauf bei ‚MIA 2016‘ in Altdorf. MIA steht schlicht und einfach für ‚Musik in Altdorf‘ und ist eigentlich ein eher der Weltmusik zugeneigtes Festival mitten in der kleinen Altstadt. Wir hatten die Ehre, am sonnigen Sonntagnachmittag das Festival beschließen zu dürfen und ich hatte den Eindruck, dass auch dieser Umstand dazu beitrug, dass sich einer von diesen besonderen Verbrüderungs-Momenten (Verschwestern gibts gar nicht, oder?) zwischen Band und Publikum ereignete. Mitunter lässt sich Todor dann zu längeren Ansagen hinreißen, die wiederum das Publikum auf teilweise überraschende Ideen bringt. Als z.B. gegen Ende des durchaus euphorischen Konzerts die pralle Sonne auf Oszkar und Todor herunterbrannte, gesellte sich einfach einer der „vor-der-Bühne-Tänzer“ mit einem großen Sonnenschirm zu uns auf die Bühne und spendete den beiden abwechselnd Schatten. So ne Sachen eben. Insgesamt ganz wunderbar also in Altdorf!

Und wie waren jetzt die neuen Songs?
Es ist schon ein besonderer Moment, wenn man das frisch komponierte Stück, an dem man lange gefeilt und arrangiert hat, dann erstmals öffentlich auf der Bühne spielt. Vergleichbar vielleicht mit der Situation, wenn man den neu entdeckten Ohrwurm einem Freund vorspielt: man hört irgendwie mit ganz anderen Ohren hin. Insofern war es zumindest für mich etwas überraschend, wie ruhig und fast balladesk sich ‚Toader 2‘ (Arbeitstitel) anfühlt. Oder wieviel Offensivkraft ‚The Kreator‘ (noch ein Arbeitstitel) dann wirklich entwickeln kann. Gut eingefügt haben sich denke ich alle vier und es macht riesigen Spaß das zu spielen! Ich bin gespannt wie das Bardentreffenpublikum darauf reagieren wird! Nämlich am:

Freitag 29. Juli, 21:30 Uhr – Bardentreffen Nürnberg / Bühne am Lorenzer Platz

Erst seit heute (Dienstag) ist überhaupt sicher, dass das diesjährige Bardentreffen auch tatsächlich stattfinden wird. Wir sind – nicht nur als dort auftretende Künstler – froh, dass die Stadt Nürnberg trotz der Geschehnisse der letzten Tage und Wochen diese Entscheidung getroffen hat. Wir freuen uns riesig darauf am Freitag zum dritten Mal ein Teil dieses großen Festes der Vielfalt und des kulturellen Austauschs zu sein. Kommt raus feiern!

Neues aus 2016

Die Bertholinis im Proberaum. Ihr glaubt gar nicht, wie großartig es ist, wenn man eineinhalb Proben… ganz nebenbei: ich begegnete zuletzt mehrfach der Formulierung „einundhalb“ statt „eineinhalb“. Etymologisch ist das jetzt sicherlich nicht allzu interessant, aber die Häufung hat mich schon überrascht. Googlefight.com spricht sich hierbei aber deutlich für das von mir favorisierte „eineinhalb“ aus. Aber zurück zum Anfang…

Also wie gesagt, ihr glaubt gar nicht wie schön das ist, wenn man eineinhalb lange Proben lang – zu acht wohlgemerkt – an einem Song arbeitet und es will irgendwie nicht so recht klappen. Schlimmer noch, man probiert unglaublich viel rum und nichts hilft! Und auf einmal kommt mit einer klitzekleinen Änderung von der Gitarre, oder einem zusätzlichen Snareschlag ein Impuls, der dazu führt, dass sich der vermeintliche kompositorische Knoten mit einem lauten Zischen in Luft auflöst! Und von einer Minute zur anderen ergibt alles Sinn und der Song ist ein Song! Wunderbar ist das dann! Und umso schöner, wenn man gerade mitgeschnitten hat!

So langsam lockt uns das Jahr aber auch wieder aus dem Proberaum. Letztes Wochenende waren wir zu Gast in einer mehr oder weniger glorreichen Talkshow beim (eher unsäglichen) regionalen TV-Sender „Frankenfernsehen“. Die „Late Knights“ hatten uns eingeladen bei der Aufzeichnung von zwei Folgen ihrer Sendung jeweils einen Song zum Besten zu geben. Und weil danach am frühen Sonntagabend dann noch ein bisschen Stimmung übrig war, haben wir uns freilich noch zu einer ungeprobten Zugabe nötigen lassen (‚The Waltz & The Failure‘ geht immer…), die es bereits als „Webspecial“ zu bestaunen gibt…

Im März und April wird es dann jeweils einen Monat lang eine der beiden Folgen in schwerer Rotation im guten alten Frankenfernsehen oder in dessen Mediathek zu sehen geben. Viel Spaß!

Außerdem kann und muss ich hier noch erwähnen, dass Lászlo und Gábor zuletzt auch wieder einmal mit unseren schwedischen Freunden von Golden Kanine auf Tour waren. Ich selbst war bei ihrem wunderbaren Konzert im Nürnberger K4 – ganz großartig! Obendrein war dort unser aller Freund und Bruder Oszkar Bertholini Solo im Vorprogramm zu erleben. 30 Minuten nur Oszkar und seine Gitarre, mmmh! Witzigerweise gibt es auch zum Thema Golden Kanine gerade ein Video vom oben bereits erwähnten Frankenfernsehen, das ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Anfang März geht es auch für die Familie Bertholini wieder auf die Livebühne. Zwei Konzerte stehen an und ich freue mich ganz außerordentlich, dass es uns nach längerer Zeit auch wieder einmal in die Hauptstadt der Republik verschlägt. Hier die beiden Termine:
Fr 04.03. Berlin – Antje Øeklesund
Sa 05.03 Leipzig – Moritzbastei (Support für M. Walking On The Water)

Wir sehen uns dort! Bis dahin
Euer Zoltán

Des Sommers Mitte

Ich hatte ja versprochen, noch mehr vom Orange Blossom Special in Beverungen zu erzählen. Da Bilder ja bekanntlich mehr sagen als Worte und bewegte Bilder wiederum mehr als still stehende, hier also gleich ein vielleicht sogar bewegender Film von besagtem Festival. ‚J.F.Boone‘, der letzte Song unseres Sets inklusive Ballon-vom-Balkon-Überraschung:

Mittlerweile ist der Sommer in vollem Gange und so ist auch unsere Lust im Freien zu Konzertieren auf dem Höhepunkt angekommen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir noch eine neue und ganz wundervolle Freiluftveranstaltung in unseren Tourkalender aufnehmen dürfen: Am 15. August werden wir beim Nürnberger Brückenfestival dabei sein. Ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass uns mit keinem anderen Festival mehr verbindet. Jeder von uns Bertholinis hat hier schon großartige Konzerte vor, hinter und auf der Bühne erlebt. Und vom Geschehen abseits der Bühnen ganz zu schweigen. Ich persönlich kann mich beispielsweise an schweißtreibende Arbeitsstunden zwischen Ausschank und Kühlwagen einnern. Oder daran, dass es im dritten Jahr in Folge schon fast Routine war, die 30 Leinen der damaligen Deckenabhängung unter der Brücke zu montieren. Oder an hektisches Würstchen-besorgen am Samstag Abend um halb zehn. Oder nächtliches Zusammenkehren um zwei Uhr Nachts. Ist schon ein paar Jahre her das alles! Und noch viel mehr traumbunte Erinnerungen spitzen hinter dem luftigen Schleier der Vergangenheit hervor, aber genug davon! Ich freu mich jedenfalls narrisch, wieder einmal unter dieser Brücke zu spielen! Also merken: 15. August, 19:20 Uhr unter der Theodor-Heuss-Brücke in Nürnberg. Außerdem sind – dieses Jahr erstmals schon ab Donnerstag – dort zu sehen: u.a. Moop Mama, Art Brut, Talisco, Husky, … Obendrein unsere Freunde von Cub & Wolf und Monokini (Sandor!). Fein wird das!

Ein kurzer Konzertbericht vom Bürgerfest in Gunzenhausen steht hier auch noch aus. Da muss ich erstmal vorweg schicken, dass wir das Konzert noch unter dem Namen „Limestival“ zugesagt hatten. Mittlerweile weiß ich, dass dieser Name und das zugehörige Konzept aber nach drei Jahren wieder gekippt wurde und die Veranstaltung einfach wieder nach dem benannt wurde was es ist: ein Bürgerfest nämlich. Wie man sich das eben so vorstellt. Mit Bier, Bratwurst und Budenzauber. Oder vielleicht noch etwas ins modernere schwappend: mit Sprizz, Hugo und Tapas. Und eben auch mit vielen, vielen Leuten im Gunzenhausener Stadtkern. Wobei einige der schlendernden und auch (Bierbank-) sitzenden Menschen wohl etwas überfordert waren mit den Great Bertholinis. Das war aber ganz natürlich, nicht weiter tragisch und ging uns umgekehrt auf der Bühne ja teilweise auch nicht anders. Relativ schnell hatten wir uns zudem mit einer in vollen Zügen genießenden Kinderhorde verbrüdert. Und dawaren freilich die jungen Eltern auch nicht weit! So bildete sich dann doch eine ansehnliche Traube von bleibenden Zuhörern mit denen sich ein sehr schöner Konzertabend entwickelte. Das Wetter war ohnehin bestens (noch nachts um ein Uhr waren es nur knapp unter 30 Grad) und wenn der Sound vor der Bühne nur halb so gut war wie auf der Bühne (Danke Sebbi), dann war’s immernoch ein echter Ohrenschmaus. Siggsders!

So! Der Juli saust vorbei und wir sind am 8. August wieder live auf dem Folklorefest in Krefeld zu sehen. Bis dahin!

Euer Zoltán 

Der Sommer ist da!

Wir sind früh wieder aufgebrochen und die untergehende Sonne begleitet uns gerade malerisch auf dem Heimweg vom in.die.musik Festival in Hof. Das Festivalgelände befindet sich im örtlichen „Stadion an der Ossecker Straße“. Die Bühne ist zur überdachten Tribüne hin ausgerichtet, sodass im Falle von kurzen Regengüssen (dazu später mehr) quasi 90% des Publikums trockenen Unterschlupf findet. Weiterer Vorteil des Stadiongeländes sind freilich sehr komfortable Backstageräumlichkeiten. Die uns zugeteilte Teamkabine („Gast“) mit eigener Mannschaftsdusche (sehr angenehm) lag direkt neben den identischen Kabinen der anderen Bands, namentlich waren das Abramowicz, Trümmer, Egotronic und Antilopen Gang. Ein durchaus illustres line-up also.

Endlich Sommer, endlich Open Air Festivals, Hurra! Technisch immer wieder spannend ist dabei die Tatsache, dass in den kurzen Umbaupausen eigentlich kein kompletter Soundcheck stattfindet, sodass dem ersten Song bzw. dem ersten Einsatz der gesamten Band eine besondere Bedeutung zukommt. Dieser kurze, herrliche Moment – Wie klingts? Hör ich alles? Hör ich mich? Knallts oder pfeifts irgendwo? – ist psychologisch sehr bedeutsam für den Verlauf des gesamten weiteren Konzerts. Zwischen völliger Euphorie und mittelmäßiger Panik ist dabei eigentlich das gesamte emotionale Spektrum möglich. Heute lagen wir definitiv am positiven Ende der Skala. Die frühe Spielzeit bescherte uns erfreulicherweise erstmal gleißenden Sonnenschein zu Beginn. Grinsende und aufmerksame Gesichter, wiegende, Händchen haltende Menschen, wunderbar. Höhepunkt des frühen Abends ist dann schließlich ein heftiger Regenschauer pünktlich zu unserem letzten Song, der eine hartnäckige Schar aber erst recht zum Tanzen anspornte. Festival eben.

Ein noch viel größeres Festivalvergnügen muss an dieser Stelle wenigstens noch Erwähnung finden. Mein Bericht zum Orange Blossom Special vor drei Wochen musste leider aus persönlich-zeitlichen Gründen entfallen. Immerhin soviel sei gesagt: es ist uns die allergrößte Freude und Herzensangelegenheit gewesen auf diesem legendären Festival schon zum zweiten Mal zu spielen! Bei Gelegenheit muss ich davon noch berichten, u.a. hier wird das Festival an sich und auch unsere Show dort ausführlicher beleuchtet.

Außerdem nachzutragen und vor allem zu zeigen ist unser neues kleines „Tanzvideo“ zu ‚Caribbean home‘:

Mittlerweile ists dunkel draußen und vier von acht seligen Bertholinis sind fast am Proberaum angelangt. Ausladen ist angesagt. Schönen Abend, genießt die Sommertage und bis demnächst.

Euer Zoltán

Braunschweig Nexus 

Ich hab gerade nochmal nachgesehen, wir waren bereits 2010 im Nexus in Braunschweig auf der Bühne gestanden. Damals kamen wir Mitte Dezember aus dem nahen Magdeburg durch den Schnee und haben nach dem Konzert im vollen Club noch ein rauschendes Vorweihnachtsfest gefeiert, das unter dem Namen „Goburtstag“ in die Bandhistorie einging. Kinder, wie die Zeit vergeht…

Sehr schön war’s auch gestern, freilich nicht so rauschend und vorweihnachtlich wie damals (Witterungsmäßig könnte man fast vom ersten milden Abend des Jahres sprechen). Die gemütliche Bühne hat nichts von ihrem rustikalen Charme eingebüßt: der gerahmte, röhrende Hirsch in Öl hängt nach wie vor, auch die Kuckucksuhr (wenn ich mich nicht irre ist ein Plüschrehkopf dazugekommen…). Sehr herzlicher Empfang, netter Techniker, veganes Catering, voller Saal, guter Bühnensound, tanzendes Publikum, Zugaben, Blockflöten, mmh … alles Wunderbar! Danke Nexus! Hoffentlich in ein paar Jahren wieder!

Was gibt es sonst Neues? Im Proberaum entstehen gerade neue Songs, mal sehen, ob im Open Air Sommer davon schon was zu hören sein wird. Apropos, ein neuer Termin unter freiem Himmel ist noch reingekommen: am 15. Mai (eine Woche vor dem großartigen OBS) in Altdorf. Die Planungen für den Konzertherbst laufen freilich auch schon. Eine kleine Videoüberraschung haben wir auch noch in Petto, ist aber noch nicht vorzeigbar. Ein anderes Video, dass hier noch nicht zu sehen war hab ich allerdings noch. So sieht es aus, wenn man die Bertholinis direkt aus dem Tourbus in ein Parkwäldchen in Hannover stellt:

Mit Konzerten geht’s in zwei Wochen weiter, am 24.4. im Objekt 5 in Halle. Auch da waren wir schon mal vor vielen vielen Jahren. Kinder, wie die Zeit vergeht…

Willkommen in 2015

So berauschend wie das letzte Konzertjahr in Wiesbaden zu Ende ging – nochmal ein großes Dankeschön an alle die da waren und vor allem an die überaus großartige Crew des Schlachthofs – so beschaulich wurde es dann im Familienkreis um den Jahreswechsel. Und weils dazu so gut passt und einfach so schön ist, hier noch einmal unser sentimental-rückblickendes Super-8-Roadmovie zu ‚Heart Heart Stereo‘.

Und es geht natürlich auch im neuen Jahr weiter und zwar schon am kommenden Wochenende im Stuttgarter Laboratorium (31.1.). Ein neuer Clubtermin in Braunschweig ist ebenfalls fix und auch bei den Open-Airs kommt etwas Bewegung auf, ich hoffe ich kann demnächst Termine kundtun. Soweit so gut, ich hoffe man sieht sich in Stuttgart.

Zoltán