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Kulturkeller in Fulda

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Wie man sieht saßen wir heute morgen ungewohnt ausgeschlafen am Frühstückstisch. Zumindest für einen Morgen nach einem Konzert. Ein sehr netter, entspannter und musikalisch hochwertiger Abend. Wir standen bereits um kurz vor 21 Uhr auf der Bühne im Kulturkeller Kreuz in Fulda. Wie der Name schon andeutet handelt es sich um ein Kellergewölbe, dass allerdings – das mag aber auch an den Fähigkeiten des hiesigen Tonmannes gelegen haben – nicht die üblichen akustischen Nachteile eines solchen offenbarte. Im Gegenteil genossen wir sichtlich die Klangqualität! Neben einigen musikalischen Highlights hatten Todor und Oszkar auch sichtlich Spass an kurzen Gesprächen mit dem Publikum. So war die Sympathie schnell gegenseitig und ein rundum herrlicher Abend war trotz Zugaben viel zu schnell vorüber. Noch vor 24 Uhr war der Bus gepackt und wenig später waren wir auf dem Weg ins Hotel. Das wiederum erklärt die vorhin erwähnte und überaus angenehme Ausgeschlafenheit der Bertholinis am heutigen Morgen. Die Sonne scheint auch, so kanns weitergehen…

Schon am morgigen Sonntag geht es beim Marburger Hafenfest an der Lahn weiter, wo wir ab 16:30 Uhr die schwimmende Bühne betreten. Bis dahin

Euer Zoltán

Plauen im Herbst

Eine große Freude für jeden Musiker sind zuweilen Konzertveranstalter, die sich nach dem Konzert lobend bis begeistert über die gesehene Darbietung äußern. Natürlich bleibt es dem selbstkritischen Künstler überlassen, diese Äußerungen entsprechend einzuordnen. Das ehrlichste Kompliment, das ein Veranstalter in dieser Situation machen kann, ist die Einladung zu einem weiteren Konzert. Aufgrund einer eben solchen Einladung waren wir am vergangenen Wochenende zum zweiten mal im Plauener Malzhaus zu Gast.

27.09.2008 – 17. Folkherbst im Malzhaus, Plauen (DE)

Das Malzhaus in Plauen kann man wohl als das große, alte Kulturzentrum der Stadt bezeichnen. Seit 17 Jahren findet hier der sogenannte Folkherbst statt, Deutschlands einziger europäischer Folkwettbewerb, bei dem es den „Eisernen Eversteiner“ zu erobern gilt. Und jedes Jahr führt der Eröffnungsabend dieses Wettbewerbs mit Kunst und Konzerten durch die verschiedenen Teile des Gebäudes: den Anfang machte die australische Band Naked Raven in der Galerie des Hauses mit einem leisen, sehr intensiven Konzert. Deutlich uriger wurde es dann mit dem Folkduo Garlic & Onions (leider ohne Link) in der Kneipe des renovierten Fachwerkhauses. Kurz vor 23 Uhr war dann schließlich der für Konzertveranstaltungen anspruchsvoll optimierte Gewölbekeller Schauplatz des Bertholini-Konzertes. Großen Anteil an einer ehrlich-ausgelassenen Vorstellung der Familie war neben dem Zuspruch des dicht gedrängten Publikums vor allem der Sound auf der Bühne. Die volle audiophile Pracht bleibt dem Musiker auf der Bühne ja für gewöhnlich verwehrt – nicht so an diesem Abend, danke Gewölbekeller und danke Felix!

Und danke Plauen! War sehr nett gewesen bei/mit euch! Wer hätte gedacht, dass sich die Bertholinis auch beim Rundlauf an der Tischtennisplatte einigermaßen passabel schlagen…