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Ä Musigg wo mer sacht …äh… ja …

Ungefähr so fiel gestern Herrn Egersdörfers erster Kommentar zu unserer musikalischen Darbietung aus. Der Franke an sich hat ja sprichwörtlich so seine Schwierigkeiten im Zulassen von positiven Emotionen. Die nörgelnde, leise in sich hinein frotzelnde Motzerei steht ihm einfach besser. Und genau in diesem Rahmen bewegt sich der Egers so selbstverständlich wie der Fisch im Wasser (wobei er auch gerne mal lautere Töne anschlägt). Aber der Reihe nach…

Viel war los am Donnerstag! Zwischen Soundcheck und abendlicher Show stand nämlich noch ein Interview mit dem BR für die Sendung Puzzle an. Nun ist es aber so, dass diese Band bei solchen Gelegenheiten die zweifelhafte Tendenz entwickelt ins völlig alberne abzudriften. Ich wills mal so sagen: der Regisseur aus München hat dieser Tendenz nicht gerade entgegengewirkt (ob bewusst oder unabsichtlich, ich war mir nicht ganz sicher). Man darf gespannt sein, wie seriös der Beitrag dann insgesamt sein wird, immerhin ging es im Interview durchaus auch um sehr ernste Themen (Anlass des Interviews war u.a. unser Mitwirken bei Rage against Abschiebung am 10.5. im K4 in Nürnberg).

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In Ausschnitten wird auch eine Akustikversion von „Blind & Toothless“ und ein bisschen was vom abendlichen Konzert zu sehen sein. Sendetermin ist der 5.5. um 22:30 Uhr.

Am Abend war es dann soweit, die erste Auflage der Musik- und Talkshow „Egers calling“ mit Matthias Egersdörfer nahm (sich) ihren Anfang. Zum Konzept in Kürze: Drei Künstler bzw. Bands dürfen kurz musikalisch wirken und anschließend auf Egersdörfers Couch Rede und Antwort stehen (oder umgekehrt). Flankiert von Egersens Hausband „Ukulel Insanity“ eröffnete der Englischlehrer und Poetry-Slammer Nicolas Schmidt den Reigen mit einem leicht überhöhten Einblick in seinen Schulalltag. Anschließend gab es Smokestack Lightnin‘ zu sehen, die gerade (tagesaktuell) sehr medienwirksam mit Bela B zusammenarbeiten. Und schließlich durften wir auf die Bühne, um  vier unserer neuen Songs zu präsentieren. Mir persönlich ging beim Spielen wirklich das Herz auf! Der Herr Egersdörfer musste das Ganze wie oben bereits erwähnt natürlich etwas weniger euphorisch bewerten. Leicht retourkutschierend müsste ich jetzt das anschließende Interview auch als „so mittel“ beschreiben. Ne, war aber echt lustig. Themen wie Zirkularatmung, Atanly, euphorische Blogs, Hazelwood, (wieder) Abschiebung, Dögel und viele mehr kamen zur Sprache. Nach einer finalen Zugabe unsererseits und dem tränenreichen, theatralischen Verbeugen aller Beteiligten war die große Show dann schließlich beendet. Subber!

Weiter gehts erst in etwa 4 Wochen mit dem ersten echten und ganzen Konzert mit all unserem neuen Zeug. Das Plauener Malzhaus ist einmal mehr unser Gastgeber. Wird super! Falls sich vorher was tut, meld ich mich natürlich!

Bis dahin, euer

Zoltán

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Groß aufgebaut und dann abgelichtet

Da hab ich euch letzte Woche so vollmundig angekündigt von unserem Fotoshooting zu berichten. Das werde ich auf und zwischen den folgenden Zeilen gerne tun, allerdings kann ich – und daran hab ich letzte Woche natürlich noch nicht gedacht – noch nichts vom schönen Set und dem Bild selbst zeigen. Weil das soll ja ne schöne Überraschung werden! Bisschen schade also von einem Foto nur zu erzählen, wo das Bild selbst doch so viel schneller und einfacher alles selbst sagen könnte. Aber fertig ist es ja ohnehin noch nicht. Ich erzähl euch einfach von unseren Bemühungen…

Schon am vergangenen Freitag haben wir begonnen im Studio unseres Fotografen Cris (was der schon alles gemacht hat!) einen schmucken kleinen Raum zu errichten. Die Bertholinis haben gebohrt, gesägt, geschraubt, gehämmert, gepinselt, tapeziert, Boden verlegt… kurz: echte Handarbeit („Handarweit“ wie der Franke sagt) dann auch am Samstag. An dieser Stelle allergrößte Komplimente erstens an Handwerkerkönig Ferenc, der einmal mehr mit seinem praktischen Können und Fachwissen die Fahnen von Zeiteffizienz und Arbeitssicherheit weit weit hoch gehalten hat. Zweitens hat auch „AK Bandfoto“-Leiter Laszlo sich unser aller Honoration verdient, schließlich ist das ganze Projekt ohne aufreibende Spät- geschweige denn Nachtschichten ausgekommen. Auch das sonst gerne gehörte Verdammt-wir-haben-XY-vergessen-kannst-Du-schnell-nochmal-los? blieb am Wochenende Mangelware (klar einmal musste sein, drei Rollen Tapete waren einfach zu wenig). Und drittens gilt unser großer Dank natürlich unserem Lichtkünstler Cris! Gute Arbeit soweit! Ihm obliegt nun freilich noch die Zusammensetzung und Fertigstellung des Gesamtwerks. Die Familie ist vor allem nach dem erfolgreichen, gestrigen Shooting mehr als gespannt auf das Endergebnis. Zu gegebener Zeit wird das gute Stück natürlich hier auftauchen, versprochen! So ganz zurückhalten kann ich mich doch nicht, hier wenigstens ein kleines Detail als Vorgeschmack:

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Und zum Schluß noch den Hinweis auf unsere baldige Bühnenrückkehr. Kaum 2 Wochen sind es noch, bis am Donnerstag dem 3. April der Vorhang zu „Egers calling“ im Erlanger e-Werk aufgeht. Wie die anderen illustren Gäste werden wir drei (der neuen) Songs präsentieren und dann wohl ein kleines, Egers-eigenes Pläuschchen halten.

Bis dahin,
Zoltán