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Ein bisschen Feedback und Grüße aus Übersee

Heute gibts zur Abwechslung mal einige gesammelte Reaktionen auf unser Tun am letzten Wochenende. Wie ihr vielleicht wisst, waren wir für drei Konzerte zu Gast im Norden – Hamburg, Kiel und Husum waren unsere Stationen. Eine erste Reaktion auf unser Konzert in Hamburg gabs schon wenige Stunden nach unserem Gastspiel auf den Seiten von Bizarre Radio:

„[…] Nächste Station: Prinzenbar, gleich ums Eck. Auf der Straße noch schnell ein Astra verhaftet und rein in die wahrscheinlich schönste Konzertlocation Deutschlands. Der Kronleuchter, die Fresken an der Wand, der gigantische Deckenspiegel, muss man gesehen haben. Wenn dann noch die fabelhaften GREAT BERTHOLINIS zu ihrer Interpretation osteuropäischer Indiemusik einladen, kann eigentlich schon gar nichts mehr schief gehen. Großen Teilen des Publikums war die band bisher sichtlich unbekannt, doch innerhalb weniger Minuten standen nur noch die verbohrtesten Tanzbeine still. Ein großartiges Konzert, für dass sich die BERTHOLINIS zu Recht mit einer Schnapsrunde belohnten. […]“

Einen besonders schönen Artikel über den Abend in der Kieler Schaubude gabs in den Kieler Nachrichten bzw. der Segeberger Zeitung zu lesen, hier ein kleiner Auszug über unser neues Album:

„… Heraus kommen Perlen wie das dramatisch flirrende ‚String Puppets And Bees‘ oder das theatralisch zerhackte Avantgarde-Pop-Rock-Juwel ‚The Things I Gave‘. Es ist ein einmalig schönes, heftig bejubeltes Schauspiel, wie lässig und meisterhaft die Bertholinis zwischen allen Stühlen umhertorkeln, der leichtfüßige Oszkár und ein donnernder Todor voran.“
(Den kompletten Artikel könnt ihr hier bzw. hier nachlesen)

Und wo wir gerade beim neuen Album sind! Der Erscheinungstermin spricht sich so langsam herum und natürlich hat auch der kanadische Teil der Familie – unsere Freunde von „Friendly Rich & the Lollipop People“ – mittlerweile schonmal reingehört. Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir ein kleines visuelles Empfehlungsschreiben für die neue Platte ‚Sacred Prune of Rememberance‘ des freundlichen Richard aufgenommen (wer sich nicht erinnert, kann sich das hier nochmal auf youtube ansehen). Rich wiederum revanchiert sich zum Release unserer CD nun seinerseits mit diesem kleinen filmischen Beitrag (zu Erklärung: der Halbbruder von Ed Wood war ein alter Bekannter von Richens Großvater). Danke nach Kanada!:

Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen mit den sympathischen Nordamerikanern, denn auch sie sind im Oktober auf Deutschlandtour. Und wie es der Zufall will kreuzen sich unsere Wege schon in Bälde: Am 12. und 13. Oktober in Halle bzw. Erfurt teilen wir uns für zwei Abende die Bühne. Bis dahin! Mannoman!

Von Husum und Transformation

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Was ich euch gestern noch vorenthalten hatte war unser samstäglicher Besuch bei BalconyTV. ‚I am can‘ wird demnächst in der Balkonversion hier zu sehen sein, wir geben euch natürlich Bescheid.

Tag drei unserer nordischen Wochenendtour führte uns in den Speicher nach Husum, viel nördlicher kann man in Deutschland kaum spielen. Schon beim Soundcheck zeigte sich, dass der schöne alte Saal des Ziegelsteingebäudes eine tolle Akustik zu bieten hat. Auch ganz allgemein war die Atmosphäre etwas gediegener als an den beiden Abenden zuvor. Etwas weg vom pulsierend-lauten Clubgig, hin zum auch mal stillen Konzert im vermeintlich höheren Kulturmillieu. Und auch wenn wir uns in beiden dieser „Welten“ sehr wohl fühlen, scheinen wir in der Letzteren meist vor allem deshalb so gut anzukommen, weil mit fortschreitender Dauer des Abends ein Hauch des Ersteren aufkommt. Schwer zu erklären! Es ist jedenfalls ein toller Moment und vor allem ein großer Spass, wenn diese „Transformation“ – so wie gestern – passiert. Dabei bleibt mitunter nicht aus, dass sich ein kleiner (der Transformation unwilliger) Teil des Publikums vorzeitig verabschiedet. Das ist freilich schade, schärft aber vielleicht sogar die Bindung zu den weiterhin Anwesenden. Ein sehr schönes Konzert jedenfalls und – da waren wir uns mit den Veranstaltern einig – hoffentlich nicht unser letztes in Husum.

Und noch ein Highlight des Abends jenseits des Konzerts: Nachdem uns der Blick über den Deich am Nachmittag aus zeitlichen Gründen verwehrt geblieben war (ganz  Hamburg kämpft scheinbar gerade gegen zahlreiche Baustellen an empfindlichen Stellen) hatten wir dann des Nächtens noch das Vergnügen einer Rotwein-Wanderung ans Watt. Natürlich nicht ohne Flutkundige einheimische Begleitung aus der örtlichen Bio-Szene. Toll war das, vielen Dank!

From coast to coast

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Ich sitze gerade vor dem „Speicher“ direkt im husumer Hafen – unser Club des Abends. Wobei der hiesige Hafen nichts mit den gigantischen Industriehäfen unserer zurückliegenden Stationen Hamburg und Kiel zu tun hat. Mein Blick streift hier die malerische Promenade mit kleinen Läden und Restaurants. Wie sich überhaupt sehr viel radikal verändert hat durch etwas weniger als 100km Fahrt. Nord- statt Ostsee, West- statt Ostküste, Flens statt Astra… Und hier gibts dann auch endlich tatsächlich frische Krabben! Wie wir erst seit gestern wissen geht nämlich Krabbe und Ostsee eigentlich gar nicht zusammen! Umso motivierter wird gerade gepuhlt…

Der gestrige Abend? Was kann man berichten? Sehr heiß ist  es in der Schaubude! Und es lag tatsächlich nicht nur an der kleinen Bühne auf der wir dicht gedrängt gerade so Platz fanden. Leute, Licht, niedrige Decke – ähnlich heiß-stickige Atmosphäre wie in der Prinzenbar gestern. Nur etwas mehr Zeit auch mal mit dem Publikum zu schwatzen! Sehr amüsanter Abend für Band und Publikum!

Soviel für heute, der Soundcheck geht weiter ich muss wieder rein, bis morgen…