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Über Puzzles, fremde Wohnzimmer, große Kinos und Fahrradkeller

Die vergangene Woche startete spektakular! In der Sendung Puzzle im Bayerischen Rundfunk war ein wunderbarer Beitrag über unsere große Familie zu sehen. Ich hatte ja schon vor einigen Wochen, direkt nachdem wir das Interview gemacht hatten, die Befürchtung geäußert, der Beitrag könnte etwas albern werden. Filmautor Matthias Beckel hat sich jedoch durch unsere alberne Seite nicht (allzu sehr) vom Wesentlichen ablenken lassen. Vielen Dank dafür! Auch wenn sich über den echten Wahrheitsgehalt freilich streiten lässt… Wer das gute Stück noch nicht gesehen hat, findet es hier in der Mediathek des BR (wo der Film übrigens nun ein Jahr lang verfügbar bleibt; achja und die 5-Sterne-Bewertung ist übrigens von mir, probiert das ruhig auch mal aus…), oder hier in textlicher Zusammenfassung.

Wie auch am Ende des Beitrages angekündigt waren wir dann am vergangenen Freitag wieder in der Coburger Sonderbar zu Gast. Und ein ums andere Mal stellen wir dort fest, dass es wirklich eine besondere Bar ist! Jedenfalls hatten wir bisher immer besondere Abende dort. Abende, an denen man sich vom Ankommen und Aufbauen bis zum Zusammenpacken und Verabschieden sehr wohl und willkommen fühlt! Klein und gemütlich, die viel zitierte Wohnzimmer-Atmosphäre also! Sehr gut, denn wir waren ja immerhin erst zum zweiten Mal mit dem neuen Live-Set zu hören (Reihenfolge leicht angepasst, besser jetzt, Routine ebenfalls steigend, wir optimieren weiter!). In zwei äußerst angenehmen Punkte ist auch in der Sonderbar gerade für Musiker weiter optimiert worden. Erstens ist die Bühne um etwa einen halben Meter vergrößert worden, was uns mit unserem ebenfalls weiter vergrößerten Instrumentarium sehr entgegen kam. Und zweitens wurde die Leistungsfähigkeit der Lüftungsanlage deutlich gesteigert, was den Schweißtrieb (oh, es menschelt) während des Konzerts immerhin kontrollierbar machte (das Problem von glitschigen Basssaiten habe ich glaube ich an dieser Stelle schon einmal beleuchtet…). Sonderbar wunderbar! Danke Oli! Bis zum nächsten Mal!

Keine 24 Stunden später wartete bereits die nächste Bühne auf uns! Und wieder eine alte – wenn nicht bestens – Bekannte! Das gesamte Nürberger K4 beherbergte am vergangenen Samstag das vom bayerischen Flüchtlingsrat in Kooperation mit dem Nürnberger Musikverein und der DESI veranstaltete Festival „Rage against Abschiebung„. Das fühlte sich dann freilich ganz anders an als in der kleinen Sonderbar: nicht Wohnzimmer sondern großes Kino! Guter Zweck, gutes Festival, gute Bands (Egotronic, Yohto) und halt der Festsaal im K4! Spätestens seit unserem dortigen Release-Konzert 2011 eine spezielle Location für uns. Und wenn der Festsaal im K4 so richtig schön voll ist, dann ist das ein bisschen wie Weihnachten! Oder Pokalfinale! Oder eben wie Album-Release-Konzert! Die Gunst der Stunde bescherte uns neben unserem Tontechniker (Danke Sebi!) sogar Speedy am Lichtpult (2011 ebenfalls dabei), der sich offensichtlich noch erinnern konnte und sich merklich austobte (auch großes Dankeschön!). Sehr schöne Momente und ich glaube insgesamt ein sehr gutes Konzert von uns! An so einem Abend entsteht dann sogar aus einem technischen Problem (kurzer Ausfall von Oszkars Gitarre) ein Highlight (reine Lapsteel-Strophe in „Run to hide“). Und dann kam am Samstag auch irgendwann (nach knapp einem Jahr in Proberaum und Studio) die Gewissheit, dass die neuen Songs live mindestens genauso gut ankommen wie wir sie im Proberaum und auf CD empfinden. Das spürte glaube ich die ganze Band und das hat auch viel Euphorie und Motivation hinterlassen! Ist mir auch noch nie passiert, dass ich dann Nachts nach so einem Heimspiel-Konzert mein Rad im heimischen Fahrradkeller unterbringe und – zugegeben leicht angeschickert – mit Kopfhörern im Ohr zum noch rot-blinkenden Fahrradlicht ganz allein das Tanzen anfange! So schön…

Euer Zoltán

 

 

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Neue Konzerte stehen an

Nur kurz heute: Im November werden wir – überrascht? – zweimal die Konzertbühne betreten. Am 8.November sind wir wieder einmal in Marburg zu Gast (wir erinnern uns an das herrliche Hafenfest), diesmal im altehrwürdigen KFZ. Und am 10. November werden wir im Rahmen der Roten Kulturnacht ein weiteres mal die Bühne im Nürnberger K4 betreten (ebenfalls schöne Erinnerungen). Wir freuen uns natürlich sehr, nach über 4 Monaten Konzert- und Babypause endlich wieder live zu spielen. Und das noch mehr, wo doch haufenweise neues Songmaterial darauf wartet ebenfalls das (Bühnen-)Licht der Welt zu erblicken. Wir feilen emsig…

 

Bis bald
Zoltán

Ein Traum im Festsaal

Ein grandioser Höhepunkt unserer vorweihnachtlichen Konzertreise liegt hinter uns. Ein wunderschöner, ergreifender, ebenso besinnlicher wie ausgelassener und einfach runder Abend: unsere CD-Präsentation am vergangenen Donnerstag im Nürnberger K4-Festsaal. Der Abend begann mit der einfach be- und verzaubernden Peggy Reeder. Man denkt gerade noch darüber nach, wie alt wohl das Mädchen mit der Gitarre ist, aber dann fängt Sie an zu singen… Wirklich wunderschön. Danke Peggy!

Ja und dann begann ein gefühltes 90-minütiges Feuerwerk bei dem eigentlich alle geplanten Raketen zündeten (und auch die ein oder andere ungeplante). Tatsächlich war natürlicherweise die Nervosität und Anspannung bei diesem selbstveranstalteten Heimspiel deutlich höher als üblich. Umso mehr freuen wir uns über den gelungenen Abend. Der Sound war toll, die Illuminierung und das Ambiente wunderbar und das extra angelernte und erstmals live eingesetzte Streichertrio (danke Lolá, Nely und Lukasz) natürlich das Sahnehäubchen. Entsprechend direkt und positiv waren dann auch die Reaktionen im Saal, sodass sich schon nach wenigen Songs ein wohliges Wir-Gefühl einstellte. Schön! Jeder einzelne Song ein Genuss für sich – so kam mir das zumindest von der Bühne aus vor. Der Gipfel und als dritte Zugabe auch das einmalige Finale des Abends war die ebenfalls erstmals live performte Living-Room-Version von Time Machine. Und wenn ich daran denke bekomm ich immer noch ein bisschen Gänsehaut…

Aber der Touralltag hat uns bereits wieder eingeholt. Aktuell befinden wir uns auf der Heimreise von Gießen, wo wir gestern Abend im Ulenspiegel zu Gast waren. Ein gutes Konzert im gemütlichen Kellerclub. Aber die Erinnerungen daran verblassen bereits und werden überschattet von den reizenden Bildern aus dem festlich geschmückten K4… Ein wahres Wunder war übrigens auch mein ganz persönlicher Fußweg nach Hause. Die ganze Stadt lag nämlich mittlerweile unter völlig unberührten, knapp 20 Zentimeter hohem, frisch-fluffigen Pulverschnee, der herrlich unter den Fusssohlen knirschte. Mmmh…

Achja: Unsere vorweihnachtlichen Wege werden uns in der kommenden Woche nach Magdeburg und Braunschweig führen. Wer dort noch ein exklusives Geschenk braucht, wird an unserem goldig geschmückten, ledernen Merchkoffer bestimmt fündig werden. Bis dahin.