Schlagwort-Archive: Laboratorium

Stuttgart, Laboratorium

Sieben Wochen nach unserem letzten Tourblock durch Köln, Kassel und Wiesbaden waren wir gestern Abend im Laboratorium in Stuttgart. Das Lab ist ein alteingesessener Liveclub der vom Ambiente her eher an einen Jazzkeller erinnert. Kleine und größere Tischchen stehen bis nach vorne um die von drei Seiten einsehbare, kleine und kaum erhöhte Bühne. Wenig Bühnenlicht, ein schwerer schwarzer Samtvorhang dahinter rahmt das ganze optisch ein, einige holzverkleidete Säulen, Lüftungsrohre unter der Decke, an einer Wand alte Konzertplakate – sehr stimmig insgesamt! Wenngleich sich im Hinterkopf undeutliche Zweifel regen, die bestuhlte Konzerte generell als etwas „schwieriger“ einstufen. Unbegründet, wie sich zeigen sollte…

Generell sind wir (ich?) nach 7 Wochen Konzertpause wieder relativ weit entfernt von der enormen Routine, die sich während einer längeren Tour einstellt. Zumindest fühlt sich das in der leichten Nervosität vor der Show so an, da kann einem (mir?) auch eine Extraschicht im Proberaum wenig weiterhelfen. Das schöne ist, dass diese Routine schon nach wenigen Minuten auf der Bühne quasi zur Tür reinkommt wie ein verspäteter Konzertgast und alle hinterköpfigen Zweifel im Handumdrehen beseitigt. Und wenn dann noch alle kleinen Tischchen im Saal besetzt und der Bühnensound geradezu zum Reinkuscheln ist, dann nimmt einen der Strom des Konzerts so sicher und unbeirrt mit wie ein guter, alter Mississippidampfer. Und der behagliche (akustische) Fensterplatz an Bord bietet die schönsten Ausblicke auf Gitarrenperlen, Bläsereinsätze und Refrainharmonien. Dass es einem eine wahre Freude ist! Bei allgemein schnell steigender Begeisterung wurde schließlich hinten im Saal auch die Bestuhlung zwecks Tanzdranges aufgegeben. Vor wie auf der Bühne genoss man zufrieden und in vollen Zügen den Abend bis letztlich die finale blockflötende Zugabe dem Ganzen das zerbrechliche Krönchen aufsetzte. Punkt! So schön war das…

Werbeanzeigen

Willkommen in 2015

So berauschend wie das letzte Konzertjahr in Wiesbaden zu Ende ging – nochmal ein großes Dankeschön an alle die da waren und vor allem an die überaus großartige Crew des Schlachthofs – so beschaulich wurde es dann im Familienkreis um den Jahreswechsel. Und weils dazu so gut passt und einfach so schön ist, hier noch einmal unser sentimental-rückblickendes Super-8-Roadmovie zu ‚Heart Heart Stereo‘.

Und es geht natürlich auch im neuen Jahr weiter und zwar schon am kommenden Wochenende im Stuttgarter Laboratorium (31.1.). Ein neuer Clubtermin in Braunschweig ist ebenfalls fix und auch bei den Open-Airs kommt etwas Bewegung auf, ich hoffe ich kann demnächst Termine kundtun. Soweit so gut, ich hoffe man sieht sich in Stuttgart.

Zoltán

Bayreuth / Stuttgart

Wir sind wieder unterwegs! Pet sounds begleiten uns über die A81 Richtung Frankfurt. Die Anstrengungen der letzten Tage fördern eine leichte Erkältung, die innerhalb der Familie ihre Kreise zieht und gelegentlich Rufe wie „Kamille, Früchte oder Pfefferminz?“ hervorbringt. Der allgemein guten Stimmung kann das aber nicht schaden (die Nickeligkeiten der ersten Tage sind im übrigen vollständig beseitigt…).

Zwei weitere Konzerte liegen hinter uns. Vergangenen Donnerstag im Glashaus in Bayreuth und gestern Abend im Laboratorium zu Stuttgart. Während sich in Bayreuth erneut prüfungszeitresistente Stundenten sehr zahlreich einfanden, um ausgelassen zu feiern, wurden die kleinen Tische des eher als Jazzclub zu bezeichnenden LABs in Stuttgart hauptsächlich von nicht weniger begeisterten Weintrinkern „höherer Semester“ besetzt. Student wie Jazzfan konnten gleichfalls überzeugt werden. Mal sehen, wie die Bertholini-Familie heute Abend in der Labelheimat Frankfurt ankommt, das „Bett“ war ja bereits Station auf der letzten Tour.

Aus dem Netz gibts auch einige Neuigkeiten, zwei weitere Rezensionen zu „Planing a tree next to a book“ sind online. Nachzulesen auf plattentests.de und popkiller.de.