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Frohe Kunde für den Advent

Eigentlich arbeiten die fleißigen Bertholinis ja gerade relativ zielstrebig an neuen Songs für einen neuen Tonträger – in welcher Form auch immer. Daher hatten wir uns eigentlich schon damit abgefunden, dass der diesjährige Auftritt beim ‚Klüpfel Open-Air‘ der einzige im Kalenderjahr 2017 bleiben würde. Aber dann…!

…Ja dann kam doch noch eine Anfrage rein, bei der wir nicht widerstehen konnten. Im altehrwürdige Markgrafentheater zu Erlangen findet am Freitag, den 8. Dezember die sogenannte ‚Acoustic Night‚ statt. Zusammen mit zwei sehenswerten Acts aus der Region (The Air We Breathe und Felix Käppner) werden wir sicher einen sehr gediegenen Abend in stilvollem Ambiente bestreiten. Auf roten, samtbezogenen Stühlen der Lieblingsband lauschen. Suit up! Ein echter Rotweinabend wartet auf euch!  Zumindest erwarte ich mir das. Und wenn ich kurz ins Bertholini-Nähkästchen gucke, kann ich sagen, dass wir Bertholinis einige der neuen Song zum ersten Mal zum Besten geben werden. Und zumindest ein lange nicht mehr live gehörter Klassiker ist auch schon rausgelegt. Das wird fein!

Wir sehen uns dort!

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Klüpfel Open Air 2017

Das wahrscheinlich einzige Konzert dieses Jahres liegt hinter uns. Und ich muss mich diesmal gar nicht bemühen und euch mit den falschen Details langweilen, denn ihr könnt weite Teile des wunderbaren Abends selbst nacherleben. Dem sonst viel gerügten FrankenFernsehen ist es zu verdanken, dass ihr euch z.B. die gewagten Thesen der beiden leicht verschwitzten Frontmänner Todor und Oszkar im Interview ansehen könnt. Oder das fulminante Luftballonspektakel am Ende des Konzerts. Oder das herrliche neue ‚All Dead‘. Oder die Blockflötenzugabe. All das in herrlicher Bildqualität! Der Sound hinkt qualitativ leider etwas hinterher – unser kleiner Synthie etwa hatte hier scheinbar lautstärkemäßig den Auftritt seines Lebens. Dafür ist Oszkars Gitarre kaum zu hören. Aber irgendeinen Vorteil muss es ja haben, live dabei gewesen zu sein, da war der Sound natürlich wie üblich blitzsauber…

Hier ist es also in Farbe und Stereo, prachtvolle 45 Minuten lang:

Großen und dicken Dank nochmal an die Filmcrew!

Wir verabschieden uns dann in den Restsommer und verkriechen uns wieder in den Proberaum. Aber natürlich nicht ohne euch nochmal allerwärmstens das diesjährige Brückenfestival zu empfehlen. Am 11. und 12. August spielen wiedermal handverlesene Bands unter der bestklingendsten Brücke der Stadt. Brü Brü Brü

Große Sause zu Hause

Einmal mehr liegt eine rauschende Ballnacht im diesmal wieder besonders festlichen Festsaal des Nürnberger K4 hinter uns. Diesen holzgetäfelten, hohen Saal mit den etwas merkwürdigen blauen Säulen auf der Bühne kann man mittlerweile fast schon als unser Wohnzimmer unter den hiesigen Bühnen bezeichnen. Neben einigen Festivalshows – Endzeit, Tainted Tracks; die Erinnerungen sind bereits merklich verblasst – fand bereits die letzte CD-Präsentation hier einen herrlichen Rahmen, außerdem die Rote Kulturnacht vor zwei Jahren, Rage against Abschiebung in diesem Frühjahr… Allesamt wunderbare Konzerte und ich bin gerade ehrlich überfragt, wie ich den vergangen Freitag – der wie sollte es anders ein noch besser war – beschreiben soll, ohne in allzu platte Superlative zu verfallen. Und das wo mir doch ohnehin die Tendenz zu einer „ätzenden Fröhlichkeit“ in meinen Posts nachgesagt wird…

Leider hatte wenige Tage vor dem Konzert der weibliche Stargast (die Sängerin der CD-Aufnahmen) aus konditionellen Gründen absagen müssen (Bibsi, alles Gute für die Geburt!). Das sollte die Stimmung im proppenvollen Saal aber nicht trüben. Der noch junge Abend sah zunächst den Sänger/Songwriter Frieder Graef samt ebenfalls singender, Bass-spielender, weiblicher Unterstützung. Oszkar und Lobos kamen schließlich für einige der sehr schönen Songs auch noch mit auf die Bühne. Wirklich sehr hörenswert! Eine Single mit zwei Songs existiert bereits, das Album lässt wohl noch etwas auf sich warten (kommt mir bekannt vor). Dann kurz umgebaut und gegen zehn Uhr waren schließlich die großen Bertholinis drauf und dran, das neue und sehr türkise Album live zum Klingen zu bringen. Wobei das allerbeste am K4schen Festsaal ist, dass Lichttechniker Speedy unsere Shows hier mittlerweile mehrfach und aufs wunderbarste illuminiert hat. So auch diesmal, insofern könnte ich hier schon von einem echten Rezeptionserlebnis sprechen. Knisternde Aufregung vor dem ersten Song, befeuert durch die vielen vielen bekannten Gesichter im Publikum. Konzentrierte und ruhige erste Songs, unterbrochen von tosender Begeisterung dazwischen. Etwas legèrere, teilweise ältere Songs im Mittelteil, Ausholen zur großen Schlußoffensive. Und schließlich als großes Finale ‚J.F.Boone‘ mit drei goldenen Tom-Trommlern (neben Todor unser guter alter Bruder Joszef und Cousin Conny von The Johnny Komet) und etwa 50 riesigen Luftballons von der Decke…


Die dann noch folgenden, lautstark gefeierten Zugaben mündeten schließlich im in Purpur und Goldregen getauchten Blockflötenende von ‚Heart Heart Stereo‘. Auf dem Videomittschnitt des Konzerts wirkt es so, als ob sich die Band bei den abschließenden Glockenspielklängen in dem glühenden Purpurlichtnebel auflösen würde – mannomann! Ein würdiges Ende für das Konzert und der Beginn der anschließenden langen Tanznacht im Saal neben dem Festsaal. Bei einer CD-Releaseparty gibts schließlich ordentlich was zu feiern. Happy Birthday!

Und wir sind schon wieder unterwegs! Weiter geht’s dieses Wochenende am Freitag in der Kulturrampe Krefeld und am Samstag in Lauenau im Kesselhaus. Bis dahin!

Von der Kieler Förde ans Wattenmeer

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Da wir heute nur knapp 100 Kilometer Weg vor uns haben, war schon gestern Abend die Parole ‚Ausschlafen‘ ausgegeben worden. So lagen in unserem gemütlichen, zweigeschoßigen Bettenlager heute Morgen acht selig schlummernde Bertholinis, ein sanftes Lächeln immer noch auf den Lippen. Die Erinnerungen an den etwas ernüchternden Auftritt in Oberhausen wurden gestern Abend sozusagen überklebt von einem rauschenden Abend in der Kieler Schaubude (um in dem Bild der „Toilettenaufkleber“ zu bleiben, die hier deutlich wilder (ehrlicher?) und in mehreren Schichten geklebt sind; auch auf diesem Gebiet kann Kiel Oberhausen also deutlich distanzieren). Die Schaubude ist eine etwas schmuddelige und dabei sehr herzliche Kneipe, stimmungsmäßig dem Café Glocksee gar nicht unähnlich. Und ebenso wie in Hannover hat es gestern Abend auch hier mit den Kielern sehr gut gepasst (wohlgemerkt diesmal nicht bei freiem Eintritt). Vom ersten Song an ran der Schweiß auf und neben der Bühne – aus Platzgründen wurden die Bläser flugs in ein kleines Garderobenkabuff nach links versetzt. Diesmal ohne technische Probleme nahm der Selbstläufer schnell Fahrt auf, herrlicher Sound auf der Bühne und tanzende, teilweise mitsingende Zuhörer taten das Übrige – ein großes Vergnügen. Mit einem neuen persönlichen Highlight: ‚Nights at the Bosporus‘ funktioniert dann am besten, wenn der Sound genau so ist wie gestern Abend! Vielen Dank an die Schaubude und alle die da waren, schön wars bei euch!

Nach schnellem und konzentriertem Abbau (nach dem Konzert sollte Funk und Soul aufgelegt werden) sah uns der weitere Abend noch nächtlich am Schwedenkai flanieren, der zu dieser Tageszeit allerdings nicht die sprichwörtliche Reise wert ist. Umso emsiger haben die ausgeschlafenen großen Bertholinis vorhin zusammengepackt und sind nun auf Landstraßen unterwegs nach dem kleinen Husum. Die Nordsee ruft…

Bis morgen
Zoltán

Leb wohl gelbe Bühne

Mannomann, was für ein Konzert! Was für ein Festival! Ein wahrlich standesgemäßer Abschied war das, ein rauschendes Fest, ein pompöser letzter Paukenschlag! In jedem Fall eine große letzte Ehre für die Yellowstage bzw. die altehrwürdigen Hazelwoodstudios als Ganzes. Drei denkwürdige und unvergessene Produktionen haben wir dort erlebt – die Resultate kennt ihr natürlich in- und auswendig. Und mit mindestens drei Tränen im Knopfloch haben wir dann also am Samstag auch die Reise nach Frankfurt angetreten.

In der Brotfabrik angekommen war die Stimmung beim großen familiären Wiedersehen zunächst freilich ein wenig gedämpft. Das lag aber weniger am vermeintlich traurigen Anlass, als an der durchaus anstrengenden Woche, die die tapfere Hazelwoodstock-Crew bereits hinter sich hatte (fünf Tage Festivalbetrieb hinterlassen eben Spuren). Auch der Soundcheck war noch etwas schleppend, aber schon jetzt war deutlich zu spüren, dass ES am Abend wieder passieren würde – schon wieder. Ich selbst konnte die erste Band „Plus“ leider nur kurz sehen, aber schon da scheint die Stimmung dann endgültig über den Rand geschwappt zu sein, denn als wir (bereits) gegen 22:30 Uhr die Bühne betraten, war die Brotfabrik brechend voll und die Energie hätte nicht positiver sein können. Waren das die Karma-Zinsen für 15 Jahre idealistischen (Sub-)Kulturbetriebs? Egal, es war jedenfalls wunderschön und wir hatten 60 sehr euphorische Bertholini-Konzertminuten! Und das ohne Janos, der leider nicht mitreisen konnte! Auf seinem Stuhl nahm allerdings während des zweiten Songs eine geheimnisvolle, asiatischen Schlangentänzerin aus dem Publikum Platz! Im Nachhinein würde ich sogar sagen, dass sie mit ihrem süßlich-verbotenen Charme eine ganz besondere Prise zu diesem ohnehin legendären Konzertabend beigetragen hat. Ohne die hessische Inkarnation der jungen Yoko Ono wäre es einfach nicht das Selbe gewesen. Wobei hier nicht der Eindruck entstehen darf, sie hätte sich in aufdringlicher Weise in den Vordergrund gespielt – mitnichten! Es war (zumindest anfangs) eher die schüchtern analysierende Beobachterposition, die – auf die Bühne geholt – unser Tun gleichsam in einen ganz anderen Kontext stellte. (Sehr wunderlich! Und man muss tatsächlich seine Lehren aus diesem rein zufälligen Geschehen ziehen!) Bei der Zugabe hielt es schließlich auch sie nicht mehr auf Janos‘ Stuhl und so war – bezeichnenderweise – „The Girl behind the wall“ einmal mehr unser gefeierter Schlusspunkt an diesem beinahe historischen Abend. Danke Hazelwood!

Zurück in der bescheideneren Heimat freuen wir uns nun auf einige weitere Wochen im Proberaum. Wir basteln weiter an neuem Material und kommen voraussichtlich erst wieder Mitte Mai Live zum Vorschein. Zwischen durch wird es hier aber bestimmt immer mal wieder von uns zu lesen geben. Bis dahin!

Euer Zoltán

Hagel im Pfarrhaus

Wir waren ja am vergangenen Wochenende schon wieder in Duisburg zu Gange, aber zunächst möchte ich noch eine kleine Nachbetrachtung zum Orange Blossom Special einschieben. Hier sind nämlich mittlerweile einige Berichte über das Festival eingetrudelt und da will ich doch mal ein bisschen sammeln. Wir sind zwar nicht immer prominent erwähnt, aber meiner Begeisterung für dieses Festival tut das keinen Abbruch. Den Anfang machte gleich am Dienstag nach dem Pfingstwochenende die DeWeZet, also die örtliche Deister- und Weserzeitung, die ihren Artikel sogar mit einem Zitat von Oszkar beginnt. Auch der Rolling Stone tut nachberichten, allerdings eher über Bertholini-ferne Themen. Sehr ausführliches gibts bei regioactive.de, hier sind wir sogar mehrfach fotografisch festgehalten. Ebenfalls sehr ausführlich und sogar in zwei Teilen zeigt sich gaesteliste.de, Bertholini-Schwerpunkt sind hier Seifenblasen, die seltsamerweise den Namen Berthold tragen. In gar sieben Teilen schickt sich das klienicum an hier die Führung in Ausführlichkeit zu übernehmen – leider nur sehr kurz zu unserem Konzert – das Ganze obendrein nur in Kleinbuchstaben, was aber hier von Nillson ausgebügelt wird, indem er uns zum bereits vorher ernannten Geheimtipp ernennt. Das soll erstmal genügen, wer weitere tolle Sachen findet, kann hier gerne kommentieren.

Wie schon erwähnt gibt’s ja auch noch von unserem Gastspiel in Duisburg zu berichten. Das einfach „Folkfestival“ genannte Spektakel findet seit 18 Jahren statt, ein kleiner Park hinter der örtlichen Kirche ist Schauplatz des Festivals. Wie es der Zufall wollte, stand dieses Jahr das nahegelegene Pfarrhaus leer (die Pastorenstelle wird erst im Herbst neu besetzt…) und so wurde das ehrwürdige Gebäude samt Terasse und Garten flugs zum Backstagebereich umfunktioniert. Schon kurz nach unserer Ankunft saßen wir also mit vollbeladenen Tellern auf der Terasse, es sollte nicht das letzte Mal an diesem Tag gewesen sein. Ich bemühe mich sonst, mich auf das musikalische Geschehen zu konzentrieren, aber in diesem Fall muss ich wirklich einmal zu Großbuchstaben greifen: es gab hier ein UNFASSBARES Catering-Buffet!!! Ohne Witz, wir haben mittlerweile schon einigermaßen vielseitige Bewirtungserfahrungen auf Festivals gesammelt, aber was hier ablief ist bisher unerreicht. Vielen Dank Folkfest!!!

In diesem idyllischen Backstage trafen wir dann auch auf bekannte Gesichter. Wallis Bird samt Band, die wir vom oben gerühmten Orange Blossom kannten waren Headliner des Folkfestes. Zusammen mit den Iren und dem sympathischen Bukahara Trio, die vor uns spielen sollten, kam im Pfarrhauswohnzimmer eine sehr heimelige, fast verbrüdernde Atmosphäre auf, das OBS war nicht weit. Leider war das Wetter nicht das Beständigste an diesem Tag, so dass eben jenes Bukahara Trio noch während des ersten Songs ihres Sets wegen eines heftigen Regen- und Hagelschauers abbrechen mussten. (Die halbe Stunde Verzug konnte man aber gut zum Genuss mindestens eines weiteren Schokofruchtspießes nutzen. Wahnsinn…) Glücklicherweise fand später allerdings die Sonne wieder den Weg auf das Festival, so dass unser Konzert und der restliche Abend von weiteren Umständlichkeiten verschont blieb. Zum unserem Konzert selbst kann ich gar nicht allzu viel spektakuläres berichten. Schön war’s! Ich selbst – und ich glaube es ging auch einem Teil des Publikums so – war zu Anfang des Konzerts etwas abgelenkt vom Treiben einer kleinen Gruppe vorwiegend schwarz bekleideter Jugendlicher, die sich schon während des Soundchecks direkt vor der Bühne platziert hatten und mit teilweise abenteuerlichen Tanzeinlagen während des Konzerts für Ablenkung sorgten. Bzw. für Aufregung in dem Sinne, dass man manchmal einfach Angst hatte, gleich würde jemand aus zwei Metern Höhe auf seinen Kopf fallen oder sich beim Moshen verrenken. Aber die Wiese war ja zum Glück weich vom Regen… Die Jungs hatten jedenfalls großen Spaß an unserem Konzert, obwohl die Bandnamen ihrer Shirts auf einen anderen Musikgeschmack hätten schließen lassen können. Chapeau!

Nun wirds zwei Wochenenden etwas ruhiger im Hause Bertholini. Die Festivalsausen sehen uns erst wieder am 8. und 9. Juli in Aktion. Dann sind wir zum Sofatag auf dem Campus in Jena (Freitag) und im Günthersburgpark in unserer Labelheimat Frankfurt (Samstag) zu sehen. Bis dahin.

Euer Zoltán

Welch ein Fest! oder Das Orange Blossom Special 15

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Ich stecke gerade in der Zwickmühle, dass ich wohl leider viel zu matt und unausgeschlafen bin, um all die Schönheiten und Nettigkeiten unseres gestrigen Tages auf besagtem Festival (kurz einfach OBS genannt) gebührend zu schildern. Uns wurde schon im Vorfeld nur Gutes erzählt und auch die Schilderungen von Gabor und Lászlo, die schon am Freitag angereist waren, um beim Konzert unserer schwedischen Freunde von Golden Kanine mitzuwirken, verhießen nur Allerbestes. Letztlich ist die gesamte Veranstaltung geprägt vom wohlwollenden und hoch musikaffinen Miteinander, ein Geist der sowohl am Crèpes-Stand ganz hinten auf dem Gelände, als auch und erst recht vor, auf und hinter der Bühne spürbar ist. Nicht umsonst lautet das diesjährige Motto „You’re at home, baby“. Und tatsächlich: die liebevolle und familiäre Stimmung ist auf dieser kleinen Perle von Festival wohl einzigartig in ganz Deutschland. Ein Traum, dabei zu sein…

Nach einem herrlichen Happen vom bravourösen Buffet ging es für uns relativ zügig zum Um- und Aufbauen, wir sollten doch schon um 15:30 auf die Bühne (und wieder zeigte sich, dass wir trotz unserer großen Besetzung und des daher erhöhten Umbauaufwands in der Lage sind, auch besorgte Stage Manager glücklich zu machen…). Glücklicherweise war nach einem etwas trüben Vormittag mittlerweile der Himmel strahlend blau, so dass der Blick von der Bühne auf wohl über 1000 strahlende Gesichter fiel – tolle Kulisse also. Apropos Kulisse, die Besonderheiten der Bühne müssen hier auch noch erwähnt werden. Diese kann nämlich mit einer mit rotem Samt bespannten Holzkonstruktion, edel anmutenden Teppichen und einem üppigen Kronleuchter im Gebãlk ohne weiteres als Wohnzimmer im Freien bezeichnet werden. Da fühlt sich der Musiker, insbesondere der Bertholini wirklich wie zu Hause! Dementsprechend euphorisch – freilich begleitet von einer nicht zu leugnenden WDR-Nervosität in den ersten Minuten – war dann auch das Konzert. Glückliche Band, guter Sound, Qualitätspublikum, ein traumhafter Samstag Nachmittag also. Der frühe Abend hatte dann mit der kanadischen Band Dan Mangan  noch eine sehr positive Überraschung zu bieten. Und auch der Headliner des Abends – Gisbert zu Knyphausen – zeigte sich schwer begeistert von Festival und Publikum. Es bleibt letztlich ein wohlig-behagliches und sehr positives Glücksgefühl in Erinnerung. Vielen Dank OBS!

Weiter gehts wie so oft schön am nächsten Wochenende auf dem Folkfest in Duisburg. Bis dahin

Euer Zoltán