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Das KFZ in Marburg als Labor

Das erste Konzert nach knapp 6-monatiger Kreativ- und Nachwuchspause liegt kaum 12 Stunden hinter uns. Ich würde vom gestrigen Abend beinahe als Experiment sprechen: Neue Songs kommen auf die Bühne, einige der Älteren müssen weichen. Ergibt das ein rundes Programm? Wie kommen die neuen Sachen beim Publikum an? Wie fühlen sie sich auf der Bühne an? Spannend! Das gibt freilich auch einen kleinen Schub in Richtung Lampenfieber, umso mehr nach 6 Monaten Bühnenpause. Experiment geglückt?

Ein sehr aufschlussreicher Abend, ohne Zweifel! Weniger ausgelassen und Tanz-animierend scheint das neue Gesicht der Bertholinis zum jetzigen Zeitpunkt. Ruhiger? Ernsthafter? Minimalistisch? Kann eine 8-köpfige Band überhaupt minimalistisch sein? Ihr seht: wir sind (bzw. ich bin) heute Morgen selbst noch ein wenig auf der Suche nach den passende Worten dafür. Das wird auf der bevorstehenden Heimfahrt sicher auch noch ein wenig diskutiert werden…

Insgesamt klingt mir das jetzt allerdings ein bisschen zu wenig euphorisch! (Das mag auch an der Tageszeit liegen.) Es war ein sehr schöner Abend gestern! Nette Marburger, wunderschöne neue Songs, große Momente, neue Instrumente und sogar Freudentränen auf der Bühne. Was will man mehr?

Und weil das alles ein Prozess ist folgt schon Morgen der nächste Teil des Experiments im Künstlerhaus K4 in Nürnberg. Ich werde berichten.
Euer Zoltán

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Neue Konzerte stehen an

Nur kurz heute: Im November werden wir – überrascht? – zweimal die Konzertbühne betreten. Am 8.November sind wir wieder einmal in Marburg zu Gast (wir erinnern uns an das herrliche Hafenfest), diesmal im altehrwürdigen KFZ. Und am 10. November werden wir im Rahmen der Roten Kulturnacht ein weiteres mal die Bühne im Nürnberger K4 betreten (ebenfalls schöne Erinnerungen). Wir freuen uns natürlich sehr, nach über 4 Monaten Konzert- und Babypause endlich wieder live zu spielen. Und das noch mehr, wo doch haufenweise neues Songmaterial darauf wartet ebenfalls das (Bühnen-)Licht der Welt zu erblicken. Wir feilen emsig…

 

Bis bald
Zoltán

Sommer in Marburg

Wir sind heute bereits wieder auf dem Heimweg und fahren aktuell mit sehr passender Musik durch die Abendsonne gen Heimat. Die Musik passt zu unserem erschöpft-verschwitzten und überaus zufriedenen Nachkonzert-Grinsen. Ein Auftritt der etwas anderen Art liegt hinter uns. Es war ein blaubehimmelter, sonniger Familiensonntag-Nachmittag und auf der Lahn in Marburg schwamm fest vertaut eine Bühne, die vom vollbesetzten Flussufer gegenüber ebenso wie von zwei Fußgängerbrücken zur Rechten und Linken und obendrein auch von ständig auf dem Fluss vorbeigleitenden Tret-, Ruder- und anderen Booten gleichermaßen gespannt betrachtet wurde. Die Schatten wurden bereits etwas lãnger und im angenehmsten lauen Vorabendlüftchen baten wir die Marburger zum Tanz – bzw eher zum entspannten Lausch. Den Sommer hatte ich ja schon in meinen letzten Posts zu beschwören versucht, allein heute war er endlich vollends bei uns. Wunderbar und ich hab gerade das Gefühl ich könnte hier noch ewig vor mich hin floskeln. Von der feinen Akustik auf schwimmenden Bühnen (großes Danke an sehr flotte und fähige Techniker), von schunkelnden Sonnenbrillen, von filmend-winkenden Ausflugsbooten namens ‚Elisabeth II‘ und von ganzen Steintribünen voll mit ‚ON‘ singenden Menschen, die die Zeit offensichtlich ebenso genossen wie wir. Einfach und schön! Es wird Sommer und ‚Bright days‘ wird unser Sommerhit…

In der kommenden Woche – gleich nach dem ‚wohlverdienten‘ Vatertag – geht es mit uns am Freitag weiter in Kassel und dann am Samstag in den hohen Norden zum Wilwarin-Festival in Ellerdorf. Bis dahin.

Euer Zoltán