Schlagwort-Archive: Nürnberg

Studio — Tag 2

Es geht weiter hier in den heiligen Kellerhallen des Lonestar Studios. Seit heute morgen um 10 wird munter am dritten Song „Come together“ (kein Cover) gearbeitet. Nachdem die ersten beiden Songs wie geplant aufgenommen wurden haben wir erstmals größere Umbauten vorgenommen, d.h. das Arrangement etwas verändert. Der vorher etwas schräge C-Teil wurde durch eine Unterwasserstrophe ersetzt. Besser jetzt, viel besser!

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Aktuell spielen jetzt wieder die Bläser über unseren Rohbau, was mir hier immer die Gelegenheit zum bloggen gibt. Danach geht es wohl mit der Hitsingle „Heartbeat“ weiter. Ich melde mich, muss jetzt aber wieder die Ohren spitzen…

Euer Zoltán

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Studio — Tag 1

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Es ist soweit, wir befinden uns im Studio. Gestern Abend wurde aufgebaut, seit heute Morgen aktiv eingespielt. Song Nummer eins – „Lost & Found“ – ist bereits im Kasten und gerade eben ist auch der zweite Song – Arbeitstitel „Reddest of the lights“ – von allen Beteiligten abgenickt worden. Demnach sind nun die Bläser an der Reihe. Aufgrund der räumlichen Situation können wir diesmal nicht alle komplett live einspielen. Gabor, Laszlo und Ferenc sind gezwungen bzw.
in der komfortablen Situation nun nachträglich dazu einzuspielen. Und ich bin mir sicher, es wird wundervoll. Schon jetzt ist das was hier aus den Boxen kommt äußerst erfreulich. Wo soll das noch alles hinführen? Ich werde berichten und verbleibe vorerst freundlichst

Euer Zoltán

Lebenszeichen

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Es ist die berühmte halbe Ewigkeit her, dass die großen Bertholinis im Studio waren. Aber heute ist es mal wieder so weit – im Ernst. Für einen recht spontanen Samplerbeitrag haben wir uns einen Tag bei Lonestar eingemietet. Aufgenommen wird ein neuer Song namens ‚Blind & Toothless‘. Viel Ukulele, Glockenspiel, Gesang, wenig Schlagzeug, Bläser spielen Tasteninstrumente, Gastsängerinnen sind auch mit von der Partie. Der aktuelle Eindruck ist schonmal phänomenal, ich werde berichten, sobald es etwas zu hören gibt…

Rote Kulturnacht

So schnell kanns gehen! Am vergangenen Freitag noch waren wir ein wenig am Hadern, wie die neuen Songs am besten in unser Set zu integrieren wären. Kaum zwei Tage später wurden in 100 überschwänglichen Minuten im proppenvollen Festsaal des Nürnberger K4 eigentlich alle Zweifel ausgeräumt. Aber der Reihe nach.

Wir haben ja durchaus beste Erinnerungen an diesen K4-Festsaal. Vor ziemlich genau zwei Jahren fand hier unsere heimische CD-Präsentation zu ‚Gradual unfolding of a conscious mind‘ statt. Und schon beim Soundcheck fühlt sich das auch diesmal alles sehr gut an. Ein wenig getrübt wird meine uneingeschränkte Vorfreude allerdings, als ich nach dem herrlichen Schnitzel in der „Kulturwirtschaft“ kurz im Saal der Vorband „Monaco Bagage“ lausche. Die besagte Trübung rührt dabei zum einen von der Band (nicht falsch verstehen, die Qualität der Instrumentalisten ist über jeden Zweifel erhaben, aber Musikkabarett ist einfach nicht mein Fall) zum anderen vom Altersdurchschnitt bzw. der Zusammensetzung des Publikums. Aber wir hatten uns ja bereitwillig eingelassen auf diese von der SPD-Stadtratsfraktion organisierte Kultursause – und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Als sich der Saal nach der komfortabel-einstündigen Umbaupause zu unserem Konzert wieder füllt und wir die Bühne betreten habe ich sofort den Eindruck, dass da eine völlig andere Menge steht. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir einfach meine Wahrnehmung einen kleinen Streich gespielt hat, oder ob tatsächlich viele Gäste ihre Eintrittskarten mitterweile weiterverkauft hatten – ich werde es nie erfahren…

Ja und dann nahm der Abend – wie so oft – seinen Lauf! Herrlich schon der Beginn mit der Heimpremiere von „Blind & Toothless“ und bereits nach dem zweiten Song („Run to hide“) wird mir klar, dass jedes einzelne Lied heute einfach richtig viel Spaß machen wird – umso mehr nach einem halben Jahr Bühnenabstinenz. Und so ist es dann auch 100 Minuten lang! Bis sich schließlich bei der letzten Zugabe (Whispering Fools) einmal mehr zwei Kreise im (bzw. aus) Publikum bilden und wir uns schon ausmalen können, dass am Ende einfach der ganze Saal tanzt. Ein tolles Konzert! Danke an alle die dabei waren! Hier gibts übrigens die offizielle Bildergalerie zum Abend.

Was Konzerte angeht wird es nun aber wieder ruhiger. Wir verkriechen uns in den Proberaum und konzentrieren uns weiter auf die Ausarbeitung der neuen Songs. Sobald es etwas neues gibt, erfahrt ihr es als Erste, versprochen…

Bis bald
Euer Zoltán

Neue Konzerte stehen an

Nur kurz heute: Im November werden wir – überrascht? – zweimal die Konzertbühne betreten. Am 8.November sind wir wieder einmal in Marburg zu Gast (wir erinnern uns an das herrliche Hafenfest), diesmal im altehrwürdigen KFZ. Und am 10. November werden wir im Rahmen der Roten Kulturnacht ein weiteres mal die Bühne im Nürnberger K4 betreten (ebenfalls schöne Erinnerungen). Wir freuen uns natürlich sehr, nach über 4 Monaten Konzert- und Babypause endlich wieder live zu spielen. Und das noch mehr, wo doch haufenweise neues Songmaterial darauf wartet ebenfalls das (Bühnen-)Licht der Welt zu erblicken. Wir feilen emsig…

 

Bis bald
Zoltán

Wir sind drüben!

2012 ist da und wie im letzten Post schon versprochen sind wir tatsächlich sozusagen auf der Bühne ins neue Jahr gestartet. Naja zumindest direkt von der Bühne auf die Dachterasse, aber alles der Reihe nach. Eine auch für Nürnberger Verhältnisse sehr ausgefallene Location hatte sich der Veranstalter des erst zum zweiten Mal stattfindenden Silvestivals für unser Konzert ausgedacht. Die Aula des Johnannes-Scharrer-Gymnasium ist aber wenigstens kein holzgetäfelter und bestuhlter Alptraum aus eigenen Schulzeiten, sondern die große zentrale Halle eines erst in den 70er Jahren erbauten und später ausführlich Asbest-sanierten „modernen“ Gymnasiums. Immerhin die größte Indoor-Location des Festivals. Leider lief der Soundcheck nicht ganz reibungslos und wir mussten mit recht unbefriedigenden Eindrücken pünktlich zur Einlasszeit die schöne Bühne räumen. Aber glücklicherweise konnte später beim Essen noch ein anderer Tonmann zur Kontrolle aquiriert werden, der die bis dato von der Anlage komplett verweigerten Höhen aus seinem Hut zauberte (Großes Dankeschön hierfür, die Rettung für 2011!).

Im nahezu vollen Saal betraten wir dann also guten Mutes gegen 21:45 Uhr die Bühne, um ein wahres Mammut-Set zum Besten zu geben. Unsere vom Motto des Festivals („20 Bands, 10 Locations, 0 Böller“) angefeuerte größte Befürchtung von viel Kommen-und-Gehen während des Konzerts traf nur in sehr geringem Umfang ein, vielmehr sammelte sich im Zentrum vor der Bühne eine sehr ausdauernde enthusiastisch feiernde und tanzende Menge. Drum herum tat allerdings die helle Neonbeleuchtung auf den Gängen des modernen Gymnasium das Ihrige, um die gute Stimmung auch in ihre Schranken zu verweisen (so ganz konnte man das „Aula-Gefühl“ einfach nicht wegblenden). Ein langes Set mit vielen Glanzpunkten, Goldglitzerregen, lange nicht gehörten Klassikern, der vielversprechenden Premiere eines völlig neuen Songs, einigen spontanen Neukompositionen und auch Textvariationen, Oszkar lief – der gute Mann kam immerhin direkt aus Kuba angeflogen und hatte aufgrund einer leichten nervlichen Anspannung beim Fliegen schon viel zu lange kein Auge mehr zugemacht – zu turbulenter Hochform auf und am Ende musste schließlich die zweite Zugabe genügen, sonst wären wir wahrlich nicht vor dem Jahreswechsel auf die (das geheime Prunkstück der Location) riesige Dachterasse des Gebäudes gekommen, wo wir schließlich gerade noch rechtzeitig aus dem Treppenhaus gespült wurden, um die ersten Glockenschläge des neuen Jahres willkommen zu heißen und uns gegenseitig um die Hälse zu fallen. Silvester eben, ihr kennt das…

Und das neue Jahr startet schon sehr vielversprechend. Entgegen unseres Vorhabens, uns im Proberaum zu verkriechen hat uns unsere Mutter Hazelwood zu einem letzten prunkvollen Festival in die heiligen Hallen des Hazelwood-Studios eingeladen. Die viel gerühmte Yellowstage schließt für immer ihre Pforten und lädt zu diesem Anlass die gesamte musikalische Belegschaft ein, ihr die letzte Ehre zu erweisen. Wir folgen dem Ruf natürlich gerne und sind daher am Samstag, dem 28. Januar auf dem zweiten Hazelwoodstock in Frankfurt dabei und live zu sehen. Die Sause geht eine komplette Woche! Wahnsinn! Alle Details unter www.hazelwood.de/hazelwoodstock. Bis dahin!

Euer Zoltán

Große Feste stehen an

In diesen etwas ruhigeren und vorweihnachtlichen Tagen ist es schon mal einen Post wert, wenn man ein oder wie hier sogar zwei Konzerte ankündigen kann. Es ist nämlich mal wieder soweit: The Great Bertholinis spielen am kommenden Freitag, dem 16.12. im Capitol in Mannheim. Unser Gastgeber ist das BARRIQUE FORUM PFALZ, eine Vereinigung von Pfälzer Spitzenwinzern, die sich vorgenommen haben die größte Rotweinparty des Landes zu veranstalten. Großartig! Es wird sich also vieles wenn nicht alles um Wein drehen an diesem Abend – speziell um die rote Sorte. Wobei in den Ankündigungen schon grob in zwei Kategorien unterschieden wird. Von 19:00 und 21:00 Uhr werden große Weine verköstigt, danach (ab 21:00 Uhr stehen auch wir auf der Bühne) sollen es dann „Partyweine“ sein. Wir sind sehr gespannt, freuen uns auch auf das Wiedersehen mit DJ Mahmut the First und hoffen natürlich darauf, vielleicht den ein oder anderen großen Rebsaft zu verköstigen. Ich werde berichten.

Ein weiteres und abschließendes Konzerthighlight steht in diesem Jahr dann noch an. Dafür haben wir mit der langjährigen Tradition gebrochen, den Jahreswechsel gemeinsam in stiller Einkehr und asketischer Einöde zu verbringen. Dieses Jahr sind wir also mittendrin im fränkischen Jahrescountdown. Bei unserem Konzert im Rahmen des Nürnberger Silvestivals werden wir wohl den ein oder anderen Blick zurück auf die Glanzlichter des Jahres werfen. Vielleicht gibts aber auch schon die ersten Früchte unserer letzten Wochen im Proberaum zu hören…

Hier nochmal die harten Fakten:
16.12.2011 – Barrique on Tour, Capitol in Mannheim
31.12.2011 – Silvestival, Nürnberg

Bis demnächst im Advent
Euer Zoltán