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Tag 3 – Abenteuer mit Klaus Nomi

Wie sollte es anders sein, wir sind immer noch hier in Frankfurt, die Stimmung hält! Kleinere Streits und heftige Diskussionen zeigen nur, dass hier mit voller Energie und Liebe gearbeitet wird. Seit meinem letzten Post gestern Mittag sind zwei weitere Songs im Kasten (vom endgültigen Gesang mal abgesehen). „Who do you trust“ – wie „Run to hide“ ein Song, der schon viele Konzerte auf dem Buckel hat – erwies sich gestern Nacht noch als mehr oder weniger harte Nuss. Die ersten Weichen waren schnell gestellt, aber der Teufel stuk auch hier im Detail. Bis spät in die Nacht wurden Gesangsphrasen gedroschen, soll heißen: an den Melodien gefeilt. Wir haben das Ergebnis der gestrigen Nacht heute noch nicht gehört, man darf gespannt sein…

Der heutige Tag begann dementsprechend etwas später, aber umso produktiver. Unter dem Arbeitstitel „Adore“ wurde – nicht ohne vorher gemeinsam ein Klaus-Nomi-Video zur Inspiration zu konsumieren – wieder etwas sehr Überraschendes auf die Beine gestellt. Nach einigen kleinen Ausbesserungsarbeiten werden aktuell die mehrstimmigen Gesänge entwickelt und skizzenhaft eingesungen. Der endgültige Gesang soll mit etwas Abstand erst in einigen Wochen aufgenommen werden. Zum Abschluss noch der Hinweis auf die ersten optischen Eindrücke unserer ersten Tage aus diesem schönen Studio über den Flickr-Link hier zur Rechten oder hier.

Mit welchem Song es im Anschluss weitergehen soll, ist momentan noch offen, eine lange Nachtschicht ist aber wohl wieder sehr wahrscheinlich, ich melde mich wahrscheinlich morgen wieder…

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Tag 2 – Mittagssession

Es wurde tatsächlich noch eine längere Nacht gestern, „Run to hide“ erwies sich zunächst als sichere Bank. Ein legendärer first take, der der Live-Version sehr nahe kommt, wurde viel gehört und schon fast zum Sieger das Abends gekürt. Nach einer kurzen Toilettenpause meinerseits fand ich die Band allerdings wieder im Aufnahmeraum und ein längeres Experiment nahm seinen Lauf. Mit etwas Abstand zeigt sich heute, dass einige Mißverständnisse, Cockney Rebel, ein 5-Liter-Kanister Wein und vielleicht auch Janoschs erster Genuss einer Kiwi zu einer ganz anderen Version von „Run to hide führten“. Die kalte Fusion der Ideen aus diesen beiden Takes führten aber heute Mittag zur finalen und glorreichen Version, an der zur Stunde weitergebastelt wird.

Kleiner Einblick in die aktuelle Situation: Oszkar erhält aus mehreren Richtungen Melodien eingesummt, die in einen Instrumentalteil eingebaut werden sollen. Wörterfetzen wie „…Ganzton nach unten…“, „…Pause dazwischen…“, „…lalallalaaaalaa…“, „…zu bluesig…“, „…didodididodidido…“, „…eher wie ein Spinett…“, „…ja, genau! Probieren wirs mal…“, „…den zweiten nicht Dur…“, „…toternster, karibischer Hochlauf…“, „…doch, doch! Dur ist total porno…“ fegen durch den Regieraum. Nicht falsch verstehen, es wird hier durchaus konstruktiv gearbeitet und auf das Ergebnis bin ich jetzt schon mächtig stolz! Der kreative Kochtopf brodelt jedenfalls heftig…

Auch ich werde mich nun wieder mit qualifizierten Zwischenrufen am Geschehen beteiligen. Ihr hört wieder von mir…