Schlagwort-Archive: sniffing inga on a sunday night

Marburg – Waggonhalle

Im zweiten Teil unserer dreiteiligen, Novemberlichen Konzertserie rollte uns unser Tourbus ins hessische Marburg. Es sind mittlerweile schon einige Jahre ins Land gegangen seit – das müsste 2008 gewesen sein – wir schon einmal die Bühnenluft in der hiesigen Waggonhalle schnuppern durften. Damals waren wir mit dem kanadischen Arm der Familie (Friendly Rich & the Lollipop People) unterwegs und an einem kalten Sonntag Abend im Februar fanden sich leider nicht allzu viele Marburger ein. Ich erinnere mich an ein etwas einsames Gefühl auf der Bühne, da sich die wenigen Zuhörer auch noch auf die Stühle an der völlig im dunklen liegenden Rückwand des Saales zurückzogen. Aber es gibt auch sehr schöne, fast legendär zu nennende Erinnerunngen an diesen Abend! Allen voran natürlich Richs Schnüffel-/Krabbeltanz mit Inga bzw. Anita. Aber auch eines unserer „Unmittelbar-Vor-der-Show“-Bandrituale wurde hier geboren. Mannomann, wie die Zeit vergeht, jaja…

Umso erfreulicher, dass der gestrige Abend gerade was die Beteiligung der Marburger angeht unter einem deutlich helleren Stern stand. Wie sich herausstellte waren auch einige langjährige Bertholinifreunde darunter und die Stimmung war dementsprechend spürbar wohlwollend. Applaus schon beim Betreten der Bühne sind wir beispielsweise nicht gewohnt. Belohnt wurden die Anwesenden mit einem glaube ich sehr gut aufgelegten Konzert! Und ich meine das sowohl musikalisch als auch im Sinne des Entertainments. 

image

Einige Generationen zurück wäre vielleicht die Formulierung „es blieb kein Auge trocken“ für einen solchen Abend gefallen, und wenn ich kurz darüber nachdenke trifft es das eigentlich im sozusagen wahrsten Sinne des Wortes. Ein famoses ‚Reddest of the Lights‘, gänsehäutiges ‚Living Dead‘ (mit dem Geburstagskind am besten Platz zwischen Trompete und Posaune), monströs-präzises ‚J.F.Boone‘, untypisch-einmalige Sologitarrenperlen von Oszkar an der Akustikgitarre und am Ende – wie so oft – der gewagte wie schwierige Spagat zwischen Ergriffenheit und Komik in ‚Heart Heart Stereo‘. Vielen Dank Marburg!

Ob das nächsten Dienstag im finalen Teil der Novembertrilogie im Bayreuther Glashaus noch zu toppen sein wird werden wir sehen. Ihr könnt dabei sein! Bis dahin

Euer Zoltán