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Klüpfel Open Air 2017

Das wahrscheinlich einzige Konzert dieses Jahres liegt hinter uns. Und ich muss mich diesmal gar nicht bemühen und euch mit den falschen Details langweilen, denn ihr könnt weite Teile des wunderbaren Abends selbst nacherleben. Dem sonst viel gerügten FrankenFernsehen ist es zu verdanken, dass ihr euch z.B. die gewagten Thesen der beiden leicht verschwitzten Frontmänner Todor und Oszkar im Interview ansehen könnt. Oder das fulminante Luftballonspektakel am Ende des Konzerts. Oder das herrliche neue ‚All Dead‘. Oder die Blockflötenzugabe. All das in herrlicher Bildqualität! Der Sound hinkt qualitativ leider etwas hinterher – unser kleiner Synthie etwa hatte hier scheinbar lautstärkemäßig den Auftritt seines Lebens. Dafür ist Oszkars Gitarre kaum zu hören. Aber irgendeinen Vorteil muss es ja haben, live dabei gewesen zu sein, da war der Sound natürlich wie üblich blitzsauber…

Hier ist es also in Farbe und Stereo, prachtvolle 45 Minuten lang:

Großen und dicken Dank nochmal an die Filmcrew!

Wir verabschieden uns dann in den Restsommer und verkriechen uns wieder in den Proberaum. Aber natürlich nicht ohne euch nochmal allerwärmstens das diesjährige Brückenfestival zu empfehlen. Am 11. und 12. August spielen wiedermal handverlesene Bands unter der bestklingendsten Brücke der Stadt. Brü Brü Brü

Sommer in Marburg

Wir sind heute bereits wieder auf dem Heimweg und fahren aktuell mit sehr passender Musik durch die Abendsonne gen Heimat. Die Musik passt zu unserem erschöpft-verschwitzten und überaus zufriedenen Nachkonzert-Grinsen. Ein Auftritt der etwas anderen Art liegt hinter uns. Es war ein blaubehimmelter, sonniger Familiensonntag-Nachmittag und auf der Lahn in Marburg schwamm fest vertaut eine Bühne, die vom vollbesetzten Flussufer gegenüber ebenso wie von zwei Fußgängerbrücken zur Rechten und Linken und obendrein auch von ständig auf dem Fluss vorbeigleitenden Tret-, Ruder- und anderen Booten gleichermaßen gespannt betrachtet wurde. Die Schatten wurden bereits etwas lãnger und im angenehmsten lauen Vorabendlüftchen baten wir die Marburger zum Tanz – bzw eher zum entspannten Lausch. Den Sommer hatte ich ja schon in meinen letzten Posts zu beschwören versucht, allein heute war er endlich vollends bei uns. Wunderbar und ich hab gerade das Gefühl ich könnte hier noch ewig vor mich hin floskeln. Von der feinen Akustik auf schwimmenden Bühnen (großes Danke an sehr flotte und fähige Techniker), von schunkelnden Sonnenbrillen, von filmend-winkenden Ausflugsbooten namens ‚Elisabeth II‘ und von ganzen Steintribünen voll mit ‚ON‘ singenden Menschen, die die Zeit offensichtlich ebenso genossen wie wir. Einfach und schön! Es wird Sommer und ‚Bright days‘ wird unser Sommerhit…

In der kommenden Woche – gleich nach dem ‚wohlverdienten‘ Vatertag – geht es mit uns am Freitag weiter in Kassel und dann am Samstag in den hohen Norden zum Wilwarin-Festival in Ellerdorf. Bis dahin.

Euer Zoltán

Gegen die Schreibblockade

Ich glaube im Grunde, dass es diese unstete Übergangszeit war, die dazu geführt hat, dass ich diesen Post mindestens eine Woche zu spät schreibe. Ich bin sonst überaus bemüht euch möglichst zeitnah von unseren Konzerterlebnissen zu berichten, aber in diesem Fall waren vertrackte, jahreszeitlich bedingte Wechsel im Lebensrythmus mindestens ebenso beteiligt wie die überaus notwendige Konzentration auf andere Dinge. Was soll man machen, auf einmal ist es Abends länger hell und das Wetter lässt mitunter sogar längeres Verweilen unter freiem Himmel zu. Die Hormone sprudeln und durch die dicke Kruste, die sich im Laufe einer langwierigen (und ich glaube da steckten diesmal die schamlosen Herren Herbst, Winter und Frühling echt unter einer Decke und teilen sich den Gewinn) kalten Jahreszeit gebildet hat bricht – wie Löwenzahn durch Beton – eine sonnige Sommer- und Lebenslust! Eigentlich wars ja auch schon im März mal ganz schön, aber nun beginnt einfach die Open-Air-Saison und da kommt mir diese Stimmung mehr als gelegen! Aber bevor ich euch von unseren Freiluftplanungen für die nächsten Wochen berichte, will ich euch wenigstens noch ein kleines Stimmungsbild von unserem Konzert am vorvergangenen Wochenende in Darmstadt berichten.

Der Bandname „Okta Logue“ tauchte vor etwas mehr als einem halben Jahr in unserem Dunstkreis in Form eines Vinyl-Longplayers auf, den wir bei der Hazelwood-Roadshow in Berlin überreicht bekamen. Diese Platte entschwand auch so schnell wie sie gekommen war wieder aus meinem Blickfeld (auf dem Plattenteller eines Bandkollegen), aber kurze Zeit später wurde beschlossen mit den neuen Labelkollegen ein gemeinsames Konzert in deren Heimatstadt Darmstadt zu geben. Im Rahmen des/eines Rock-gegen-Rechts im dortigen Club ‚603qm‘ sollte es dann also vorletztes Wochenende soweit sein. Und schön wars! Donnerwetter!

Ein netter Club mit einer großen Halle (603 Quadratmeter, Knickknack) und recht gemütlichem Außenbereich (die oben erwähnte Sommerstimmung lässt grüßen). Schon bei der ersten Band (Skaya) ist der Saal sehr gut gefüllt und als wir gegen 22 Uhr die Bühne betreten drängt man sich bis dicht vor dir Bühne. Eine Stimmung mit der wie uns für gewöhnlich ohne zu zögern wohl fühlen und das ist an diesem Abend auch ab dem ersten Ton der Fall. Ein großer Spaß schon das eigene Konzert, die größte Überraschung dieses Abends hielt dann aber Okta Logue für mich bereit. Ich war ohne große Erwartungen einfach recht neugierig auf das Konzert und muss an dieser Stelle (in aller Kürze) Benno, Robert und ihren beiden Kollegen ein großes Kompliment machen. Große Show! Ebenfalls großartig ist das letzte Video der Herren, dass seit diesem Abend sogar ohne zu Zwinkern als „award-winning“ bezeichnet werden kann:

Womit wir ganz eindeutig wieder beim Sommer wären, das erste Openair steht schon am kommenden Freitag in Dardesheim an. Rock im Mai heißt das Ganze und findet überaus Co2-freundlich unter 33 Windrädern statt. Wir sind gespannt! Auch danach sind wir unterwegs, die genauen Termine sind nur einen Klick weiter zu finden. Bis demnächst!

Frühling in Paderborn

Jetzt ist es also soweit! Knapp 4 Wochen Konzertpause liegen vor uns. Unsere nicht enden wollende „Planting a tree“-Tour hat sich also zumindest mal zum Verschnaufen an den Bordstein gesetzt. Etwas Erholung ist absolut angebracht! Aber der nimmermüde Onkel Bertholini hat sich vorgenommen in den nächsten Wochen nicht nur die Füße hochzulegen. Er dürstet nach neuem Songmaterial und wer weiß, vielleicht gibt es ja schon beim nächsten Konzert die eine oder andere musikalische Überraschung. Aber ich will nicht zu viel versprechen…

Unsere Club-Tour ist am vergangenen Wochenende mit einem Gastspiel im schönen Paderborn (Einschub: mir geht einfach unser Kieler Gastgeber und -wirt Hatto mit seinem schmissig-platten „Poderborn Oldär“ nicht aus dem Kopf) zu einem vorläufigen Ende gekommen. Der ehemalige „Rio DJ-Club“ ist seit etwa 2 Jahren das CUBE und war für einen Abend unser Zuhause. Optisch und inhaltlich ist das Cube eher Disko als Konzerthalle aber das störte keinen großen Geist und schon gar nicht die Familie Bertholini. Pünktlich zum warmen Teil des Frühlings wurde im Backstagehof sogar die Grillsaison eröffnet. Schon das Würstchenbuffet teilten wir uns mit einer ganz neuen schwedischen Bekanntschaft – der Entdeckung des Abends sozusagen – der Band Golden Kanine. Die Schweden eröffneten gegen 9 Uhr den Abend mit einem famosen Konzert und wirklich ausnehmend schöner Musik. Den deutlich bekannteren Friska Viljor nicht ganz unähnlich, konnten sie die Anwesenden (8 Bertholinis eingeschlossen) schnell überzeugen. Und die Sympathie war gegenseitig! Auch unser Konzert wurde von zunächst interessiert lächelnden, später tanzend, ausgelassenen Schweden (und Paderbornern natürlich) intensiv verfolgt. Nach dem Konzert und gegenseitiger Ehrerbietung fand freilich noch reger ungarisch-schwedischer Austausch statt. Es bleibt zu hoffen, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen werden…

Wo ich vorhin schon vom Abschluss der Club-Tour sprechen musste kann ich nun auch freudig und vollmundig den Festivalsommer einläuten. Es sind mittlerweile einige neue Konzerttermine im Sommer dazugekommen. Highlights sind sicherlich die drei großen Festivals: das TFF in Rudolstadt, das Burg Herzberg Festival und – wieder – das grellbunte Fusion-Festival. Die genauen Daten könnt ihr wie immer hier, hier und hier begutachten. Und hier natürlich! Bis dahin!