Schlagwort-Archive: Wahnsinn

Hazelwoodstock 2 und The Johnny Komet

Neulich versprochen, schon ist es soweit! Seit heute läuft das endgültige Festival: Hazelwoodstock 2! Leider nun doch nicht direkt in den heiligen Hallen des Hazelwoodstudios. Nach den finalen Querelen mit dem Vermieter (wer mehr erfahren möchte findet hier alle schmutzigen Details) findet das Großereignis nun in eiligst organisierten, der Familie nahestehenden Locations statt: dem Café KoZ, dem iVi (Institut für vergleichende Irrelevanz) und am Samstag in der Brotfabrik. Hier werden dann auch wir unseren bescheidenen Live-Beitrag leisten. Wer wann wo genau spielt und auch sonst einfach alles zu diesem heiligen Spektakel findet ihr hier. Und falls ihr es tatsächlich noch nicht gesehen habt zeige ich hier nochmal Oszkars audiovisuellen Trailer-Beitrag (inklusive des süßen Ukulele-Hits „SuperRey“)

Und wo wir schon gerade schon so ausschweifend über die hohe Qualität von Oszkars aktuellem artistischen Output plaudern, muss nun auch an dieser Stelle endlich einmal die Rede auf sein neuestes, dreiköpfiges (feuerspeiendes?) Steckenpferd kommen: The Johnny Komet. Gitarre, Bass, Schlagzeug – mmmh! Am vergangenen Samstag waren Oszkar, Laurens und Herr Konrad erstmals und erstklassig Live auf der Bühne im MUZClub zu sehen. Davon gibts leckererweise einen kleinen Ausschnitt:

Wenn ihr – und davon gehe ich aus – mehr davon hören wollt, könnt ihr euch hier mal umsehen.

So, nu ist genug rumgehockt! Auf zum Hazelwoodstock nach Frankfurt! Wir sehen uns spätestens am Samstag in der Brotfabrik!

Zoltán

Advertisements

Von Natur und Demokratie

Wir sind unterwegs im Wendland! Nachdem wir gestern im Herzen desselben – namentlich in Neu Tramm – einige junge und ältere Herzen erfreuen konnten, führt unser Weg heute nahezu an die Ostsee, nach Lübeck geht es. Das Wendland! Es grünt ganz herrlich an diesem frühlingshaften 1. Mai-Morgen in den seichten Hügeln und Wäldern der Gegend. Wenn dann noch der Soundtrack von Into the wild durch den Bus schwebt werden wir alle zu großen Naturfreunden. Dabei kommt natürlich auch zum tragen, dass wir vom langen gestrigen Abend und der herzlichen Stimmung durchaus recht müde aber immer noch positiv beseelt in uns hineingrinsen.

Gleichzeitig wird die Naturidylle, die unsere Augen in allen Richtungen erblicken, durch erstaunlichen Gedanken und Grübeleien in eine zweifelhaftes Zwielicht getaucht. Bizarre Bilder von Demonstranten und unvorstellbaren Polizeiaufgeboten erscheinen vor dem inneren Auge. Diese stille und abgeschiedene Gegend ist hin und wieder eindrucksvoller Schauplatz der Castortransporte und deren erstaunlicher Auswüchse. Unser Gastgeber Marco konnte uns heute Morgen beim Frühstück absonderlich groteske Geschichten erzählen – ein Wahnsinn!

Aber zurück zum gestrigen Abend. Neu Tramm also. Genauer die Kulturstätte „raum2“. Unsere Ankunft dort bzw. unser Abendessen fiel genau mit der Jahreshauptversammlung des hiesigen Kulturvereins zusammen. Wir wurden gar Zeugen der „Präsidentschaftswahlen“ und schon beim anschließenden Soundcheck war klar, dass der „richtige“ Kandidat gewonnen hatte. Wahrscheinlich war die Stimmung auch deswegen sehr ausgelassen im feierlaunigen Publikum. Schon bei den ersten Songs fühlten sich Band und Publikum sichtlich wohl miteinander. Ein sehr erfreuliches Konzert. Einziger Wermutstropfen war und ist das überraschende Fehlen von Bruder János, der leider leider (doppelt!) krankheitsbedingt das heimische Bett hüten muss und daher auf unserer Nordrunde nicht dabei sein kann. Von hier aus noch einmal die allerbeste Besserung geliebter Bruder, Onkel und Cousin!

Mittlerweile hat‘s merklich abgekühlt, das Wendland ist dem Lübecker Umland gewichen und man könnte fast meinen, die Luft sei bereits salzhaltiger geworden. Wir freuen uns auf einen kurzen Abstecher an die Ostsee! Vielleicht bleibt sogar die Zeit dem bevorstehenden Bundesligafinale in Form einer TV-Bar einen spontanen Besuch abzustatten. Man wird sehen!
Ich melde mich morgen wieder von unserer spektakulären Heimreise aus Lübeck…

Tag 2 in Rudolstadt und das Beste auf deutschen Balkonen

Wer hätte gedacht, dass sich die Erlebnisse des Konzertes am Samstag noch einmal wiederholen ja die emotionalen Überschlagungen gar zum kunstvollen Salto ausweiten könnten? Rudolstadt hatte sich auch am Sonntag fein herausgeputzt, die Sonne schien kräftig und ging gerade hinter der malerischen Heidecksburg unter, als wir im Garten auf der Burgterasse, auf der wohl schönsten der schönen Bühnen des Festivals noch einmal befreit aufspielen durften. Ein Fest der Sinne! Vor und auch auf der Bühne! Ich will mich gar nicht in weiteren Superlativen versuchen, aber der entspannt warme Juliabend im Burghof mit den Rudolstädtern wird die Bertholini-Herzen noch lange bewegen. Für uns ein absoluter Traum! Danke! Da muss man, wie auch Hans Söllner kurze Zeit später im Burghof wusste, schon wirklich einmal lobend Danke sagen! An dieser Stelle übergebe ich kurz die Tastatur, um über einige Geschehnisse am Rande des Festivals berichten zu lassen – sozusagen eine schriftliche Sondersendung – oder besser gesagt ein…

Semi-Esoterisches Addendum
Der gestrige Tag lässt vermuten, dass der Karma-Topf, in den man mit guten Taten einzahlt, wirklich und beinahe bewiesen kein Bodenloser ist, sondern bei besonders hohen Einzahlungen auch durchaus in der Lage ist, schnell Dividenden auzuschütten.
Aber zunächst zu unserer Einzahlung: am Nachmittag hatten wir die Zeit, ein wenig durch den Park zu schlendern, die großartigen Deadly Gentlemen zu hören und Congo-Trance zu erleben. Auf dem Rückweg von eben diesem Park rettete Lobos einer großen, grünen Raupe potenziell das Leben, indem er sie vom Fußgängerweg in die Wiese umsiedelte. Nur 500 Meter weiter, auf der gleichen Straße (von nun an Karma-Meile genannt), fanden wir auf der Treppe zum Bahnhof den gleichen älteren Herren, von dem wir zwei Stunden früher gedacht hatten, er genösse seine freie Zeit und schlummert ein wenig im Schatten. Felix sprach ihn an und der Herr versicherte auf weder ganz nüchterne noch überzeugende Weise, dass es ihm gut gehe und er keine Sanitäter um sich herum haben möchte. Da wir aber eben dabei waren, möglicherweise Leben zu retten, sprachen wir die Sanitäter im nahen Cateringzelt auf diesen Herren an und ein kühles Getränk später war auch diesem hilflose Wesen geholfen worden.
Mit geschwollener Brust machten wir uns auf den Weg zur Burgterrasse, auf der wir kurz darauf spielen würden und fragten uns, ob das Karmakonto schnell, langsam, geballt oder tröpfchenweise zurückzahlt. Einen Auftritt später, bei dem auch durch Zufälle alles besser lief, als es planbar gewesen wäre, standen wir selig bei Hans Söllner und unserem Abschiedsbier und waren uns einig: ins Karmakonto einzahlen lohnt sich.

Einige Bilder von unserem unfassbaren TFF-Wochenende gibt es bereits hier bei Flickr. Das sollten in den nächsten Tagen auch noch mehr werden, reinschauen lohnt sich auf jeden Fall! Kommen wir nun zu etwas ganz anderem…

Erster auf dem deutschen Balkon!

Ein leider weit entfernter Höhepunkt des Wochenendes wartete ebenfalls mit einer enormen Überraschung auf! Wir haben am vergangenen Freitag tatsächlich den Balcony TV Music Award 2009 in der Kategorie Best New German Act gewonnen. Einige wenige Infos vom Balkon selbst gibts u.a. hier, abgesehen von der Erfolgsmeldung haben wir – weil unterwegs – auch noch nicht viele Informationen. Die Veranstaltung scheint von der Polizei aufgelöst worden zu sein, es war also wohl ein rauschendes Fest! Wir freuen uns jedenfalls riesig über die Auszeichnung! Vielen Dank nach Hamburg/Dublin/London! Der Award ist bereits auf dem postalischen Weg zu uns! Gratulation! Zum Glück hatten wir bereits letzte Woche kurz Zeit, dieses Danke-Video zu produzieren! So eine Überraschung…

Drei Viertel in Wien

Der Walzer wird gemeinhin unterschätzt! Vor allem in diesem Wien! Man glaubt es kaum, aber vor allem die junge Generation ist neuerdings wieder bereit für den Eingängigsten von allen, den klassischen Dreivierteltakt!

Samstag Abend. Es ist kurz nach 10 und die Familie Bertholini betritt die Bühne im Ost-Klub zu Wien. Ein heißes Pflaster, spekuliert doch eigentlich jeder im Publikum mit einem langen, wild vertanzten Abend dank gut sortierter DJs… Widererwarten viele bleiben jedoch hängen im Saal mit der Liveband. Und das wirklich Überraschende ist die Tatsache, dass auch die komplex arrangierten Popsongs das östlich-balkanös vorgeprägte Publikum zu überzeugen wissen. Können diese zweihundert Österreicher irren?!? Tanzentrinkenfeiern am Samstag Abend in Wien! Herrlich…

Man kann nur hoffen, dass es auch die nächsten Tage ähnlich Positives zu berichten gibt. Allein – ein Montag in Mainz schürt ganz eigene Erwartungen, man wird sehen! Eine Melange später geht es also hier weiter! Bis dahin…

FUSION

Als Nachfahren der Zirkus- und Spektakeldynastie Bertholini ist unsereins mit vielen Spielarten des Gaukels und des Manegierens zumindest einigermaßen vertraut. Solcherlei in so enormer Häufung wie am eben vergangenen Wochenende erlebt, ist aber auch für uns eine außerordentliche Besonderheit. Audiovisuelles in allen Facetten, Musik, Tanz, Schauspiel, Artisterei, Rausch, Lichtermeer… 30000 Freunde, Freaks und deren Bekannte – das Fusion-Festival: „Ein Marktplatz der Utopien und der Träume von einer Welt, die nicht von Rücksichtslosigkeit, Intoleranz, Egoismus und Geldscheffeln bestimmt ist.“ Ein Wahnsinn!

Bertholinis mitten im optischen Puzzle

28.6.2008 – Fusion-Festival, Lärz (ziemlich genau in der Mitte zwischen Berlin und Rostock)

So war es für uns nicht nur großes Vergnügen, sondern auch große Ehre, beim diesjährigen Fusion-Festival in Lärz eine der vielen Bühnen zu betreten und unseren bescheidenen Beitrag zu leisten. Für etwa 90 Minuten haben auch wir den inneren Kreisel einer verzauberten Menge angetrieben. Ein in jedem Fall denkwürdiger Abend! Schwer in Worte zu fassen – Impressionen des Festivals gibts hier zu sehen.

Tag 3 im Studio

war ein guter Tag. Wir sind kurz davor, den vierten Song des Tages zu beginnen.

Große Überraschungen gab es an den ersten Tagen, neun Songs sind jetzt in den Grundfesten fertig und die Platte wird noch weitaus aufregender als wir absehen konnten. Die Arbeit ist in Zügen wahnsinnig, extatisch und groß. Wolfgang hat für die Songs des Abends übernommen und durfte prompt seinen Favoriten aufnehmen. Beiziehungsweise wir. Mal sehen, um wieviel Uhr Oszkar heute im Regieraum einschläft – dieses Bild bietet eine Grundruhe, die das Weitermachen gerade bei anstrengenden Teilen erst möglich macht.

Oszkar, ALpha und Omega

Wir sind bei Euch.