Schlagwort-Archive: Wellness

Nur wer mitmacht kann gewinnen

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Unser Wettbewerbsbeitrag um den Eisernen Eversteiner ist abgegeben, wir werden sehen, was daraus wird. Ich persönlich finde es weiterhin bemerkenswert, dass wir zu solch einem waschechten Folkpreis überhaupt eingeladen wurden und gebe uns allenfalls Außenseiterchancen. Immerhin – der Publikumsreaktion zur Folge war der gut gefüllte, ürige Keller im Malzhaus voll und ganz auf unserer Seite und die kurzen Blicke die ich auf ausgefüllte Stimmzettel erhaschen konnte sprechen eine ähnliche Sprache. Wir sind weniger gespannt als einfach neugierig, wie die Jury unsere Leistung einordnen wird. Abgesehen vom Wettbewerbsrahmen war es ein überaus angenehmes und lustvolles Konzert nach so langer Pause. Wir waren immerhin ein gefühltes halbes Jahr nicht auf der Bühne! Auch wenn sich das schon nach wenigen Minuten auf der Selbigen nicht mehr so anfühlte…

Dem heutigen kurzen Transfer sei dank, hatten die Herren Bertholinis heute sogar mal wieder Zeit für Wellness! Mit nagelneuen Badehosen gings für einige Stunden in die salzigen Gewässer der Obermaintherme. Inklusive Soleinhalation, Sauna und Polonaise durch den Strömungskanal. Als sauberste Band der Stadt sind wir dann auch in wenigen Stunden – der Soundcheck läuft gerade – in der Sonderbar in Coburg zu sehen. Nach unserem letzten Konzert hier, einem sehr verschwitzten Abend, habe ich erstmals den Erwerb einer Sportbrille ernstlich in Erwägung gezogen. Mal sehen, ob der heutige Abend ähnlich euphorisch verläuft.

Euer Zoltán

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Tag 4 – Offday in Rostock

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Nach drei Konzerten hatten wir gestern einen Tag frei und das war auch noch Oszkars Geburtstag. Ein gewisses Maß an Verwohnprogramm war also naheliegend. Unser lokaler Wellness-Instructor Iris (wenn ihr mal eine günstige und nette Übernachtung in Rostock sucht sei euch das Hanse Hostel wärmstens empfohlen) hatte einige Tipps für uns. Nach Oszkars Wunsch wurde zunächst das Rostocker Hausbaumhaus besichtigt – klassisches Touriprogramm. Danach gings zum Strand, um die zerzausten Bärte in die frische Ostseebrise zu halten. Warnemünde hatte aber auch ein herrlich sonniges, windgeschütztes und obendrein bewirtetes Plätzchen für uns parat.

Anschließend tauschten wir die staubigen Kittel tatsächlich gegen weiße Bademäntel: Sauna und Dampfbad war angesagt. Leider war die geplante Geburtstagsmassage für Oszkar nicht möglich, aber für die bereits gesammelten Tour-Wehwehchen – allen voran Janoschs immernoch währende Hals- und Nebenhöhlenproblematik – wars eine Wohltat.

Irisens weiterer Plan führte uns des Abends noch in ein altes Fischrestaurant mit dem klassischen Namen ‚Zur Kogge‘ – auch das kann man wohl eher zum üblichen Rostocker Touristenprogramm zählen. Überraschend allerdings der scheinbar noch in Benutzung befindliche Pabst auf der Herrentoilette.

Nach dem allemal entspannten Tag sind wir aktuell auf dem Weg nach Hannover, wo uns das Glocksee heute Abend die Bühne überlässt. Die Sonne scheint und die Formkurve ist weiter ansteigend! Bis morgen.

Wellness für Musiker

Kurze Ergänzung aus aktuellem Anlass:

Rundschau vom 29.11.2009

Eine nette Überraschung hatte die Rundschau des bayerischen Rundfunks vom heutigen Abend (29.11.2009 18:45 Uhr) parat. Momentan noch hier zu sehen in der Mediathek des BR, wer weiß wie lange noch. Außerdem ist das Video der Akustikversion von „The day I leave“ mittlerweile hier online.

Der ursprüngliche Eintrag:
Das junge, frische und dabei überaus wundervolle on3-Festival im Münchner Funkhaus liegt hinter uns. Das überwältigendste Indoor-Fetival, dass wir nicht mehr ganz so jungen Bertholinis bisher sehen, fühlen, erleben durften. Die unfassbare technische Ausstattung, Erfahrung und Manpower einer öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalt, gekleidet in das an der jungen Zielgruppe orientierte Gewand des on3-Formats gehen bei diesem Festival eine atemberaubende Symbiose ein. Es fehlen einem fast die Worte! Schon die Räumlichkeiten suchen seinesgleichen. Die Studios 1 bis 3 am Münchner Rundfunkplatz 1 schnuppern nach 50-jähriger Orchester- und Choraufnahmetradition. Riesig hohe, holzvertäfelte Hallen, dabei mit modernstem Audio- und Lichtequipment versehen, wahrlich kolossal! Gleichzeitig wuselt und wimmelt es von Tonmeistern, Lichttechnikern, Kameraleuten, Security, Fotografen und sonstigen fleissigen Mitarbeitern mit Knopf im Ohr und Ablaufplänen in Händen. Alles ist sorgsamst bis ins Detail bedacht, geplant, organisiert und beschildert, um ja nichts dem Zufall anheimfallen zu lassen (das ist gemeint, wenn ich von öffentlich-rechtlicher Erfahrung und Manpower spreche). Das Wort „professionell“ ist also überaus zutreffend!

Bei so viel Professionalität könnte man vielleicht vermuten, dass eine etwas unpersönliche Kälte die allgemeine Stimmung trüben könnte. Mitnichten! Als Band begibt man sich dabei in eine sehr nette und wohlgesonnene Fürsorge-Maschinerie. Neben den als üblich zu bezeichnenden Annehmlichkeiten wie lecker Catering, ruhigem Backstageraum, hilfsbereiten Stagehands oder frischen Handtüchern auf der Bühne glänzt das Festival durch eine mit allen Wassern gewaschene, multimediale – wie soll ich sagen – „Wertschöpfungskette“? Wenn man (als Band) schon mal da ist, dann kann man doch auch gleich noch ein Interview für on3 mit Akustiksession im Fernsehstudio aufzeichnen und danach zum Fotoshooting gehen. Alle Konzerte werden selbstverständlich gefilmt und dann im Innenhof des Funkhauses dem rauchenden Publikum auf Großleinwand und per Livestream dem Rest der Welt online präsentiert. 5 Minuten nach dem Konzert drückt einem einer der netten Jungs mit dem Knopf im Ohr zwei CDs mit dem Konzertmitschnitt in die Hand. Währenddessen sind aber Todor und Oszkar schon wieder unterwegs in Sachen Interview. Eine kurze Aufzeichnung für Bayern3 und danach nochmal Live für on3-Radio-online. Auf dem Weg dahin sind sie in den Katakomben übrigens noch Pete Doherty über den Weg gelaufen, aber das nur nebenbei. Insgesamt also ein für uns ungewohntes aber äußerst angenehmes Promotion-Wohlfühl-Paket. All diese Erzeugnisse könnt natürlich auch ihr schon seit gestern Abend online ansehen und anhören. Auf den Seiten des Festivals findet ihr unter anderem eine Bildergalerie von unserem Konzert, die gestrige Version von „the waltz & the failure“ zum Download, das Interview und noch vieles mehr. Hier z.B. das ungewohnt freizügige Ergebnis unseres Fotoshootings:

The Great Bertholinis nackt

Bei all der Wellness vergesse ich hier fast unser sehr überzeugendes Konzert, das im größten und zur frühen Stunde schon bis ins hinterste Eck gefüllten Studio 1 stattfand. Bemerkenswert finde ich an dieser Stelle, dass uns das ganze multimedial aufzeichnende Tamtam um uns herum nicht davon abhalten konnte, zusammen auf der Bühne großen Spass zu haben. Mit diesem kleinen Lob in eigener Sache möchte ich für heute schließen, nicht ohne euch nochmal auf die on3-Seiten hier zu verweisen. Bei diesen Bands gibts viel zu entdecken, viel Spass beim stöbern! Achja und für unsere Freunde in Österreich gibts schon am nächsten Wochenende Gelegenheit zum Wiedersehen. Wir sind zusammen mit den Labelkollegen von Mardi Gras BB am Donnerstag im Rockhouse in Salzburg und am Samstag im Treibhaus in Innsbruck zu gast. Dazwischen am Freitag gibts sogar das große Hazelwood Roadshow Spektakel in Wien. Bis dahin!