Hagel im Pfarrhaus

Wir waren ja am vergangenen Wochenende schon wieder in Duisburg zu Gange, aber zunächst möchte ich noch eine kleine Nachbetrachtung zum Orange Blossom Special einschieben. Hier sind nämlich mittlerweile einige Berichte über das Festival eingetrudelt und da will ich doch mal ein bisschen sammeln. Wir sind zwar nicht immer prominent erwähnt, aber meiner Begeisterung für dieses Festival tut das keinen Abbruch. Den Anfang machte gleich am Dienstag nach dem Pfingstwochenende die DeWeZet, also die örtliche Deister- und Weserzeitung, die ihren Artikel sogar mit einem Zitat von Oszkar beginnt. Auch der Rolling Stone tut nachberichten, allerdings eher über Bertholini-ferne Themen. Sehr ausführliches gibts bei regioactive.de, hier sind wir sogar mehrfach fotografisch festgehalten. Ebenfalls sehr ausführlich und sogar in zwei Teilen zeigt sich gaesteliste.de, Bertholini-Schwerpunkt sind hier Seifenblasen, die seltsamerweise den Namen Berthold tragen. In gar sieben Teilen schickt sich das klienicum an hier die Führung in Ausführlichkeit zu übernehmen – leider nur sehr kurz zu unserem Konzert – das Ganze obendrein nur in Kleinbuchstaben, was aber hier von Nillson ausgebügelt wird, indem er uns zum bereits vorher ernannten Geheimtipp ernennt. Das soll erstmal genügen, wer weitere tolle Sachen findet, kann hier gerne kommentieren.

Wie schon erwähnt gibt’s ja auch noch von unserem Gastspiel in Duisburg zu berichten. Das einfach „Folkfestival“ genannte Spektakel findet seit 18 Jahren statt, ein kleiner Park hinter der örtlichen Kirche ist Schauplatz des Festivals. Wie es der Zufall wollte, stand dieses Jahr das nahegelegene Pfarrhaus leer (die Pastorenstelle wird erst im Herbst neu besetzt…) und so wurde das ehrwürdige Gebäude samt Terasse und Garten flugs zum Backstagebereich umfunktioniert. Schon kurz nach unserer Ankunft saßen wir also mit vollbeladenen Tellern auf der Terasse, es sollte nicht das letzte Mal an diesem Tag gewesen sein. Ich bemühe mich sonst, mich auf das musikalische Geschehen zu konzentrieren, aber in diesem Fall muss ich wirklich einmal zu Großbuchstaben greifen: es gab hier ein UNFASSBARES Catering-Buffet!!! Ohne Witz, wir haben mittlerweile schon einigermaßen vielseitige Bewirtungserfahrungen auf Festivals gesammelt, aber was hier ablief ist bisher unerreicht. Vielen Dank Folkfest!!!

In diesem idyllischen Backstage trafen wir dann auch auf bekannte Gesichter. Wallis Bird samt Band, die wir vom oben gerühmten Orange Blossom kannten waren Headliner des Folkfestes. Zusammen mit den Iren und dem sympathischen Bukahara Trio, die vor uns spielen sollten, kam im Pfarrhauswohnzimmer eine sehr heimelige, fast verbrüdernde Atmosphäre auf, das OBS war nicht weit. Leider war das Wetter nicht das Beständigste an diesem Tag, so dass eben jenes Bukahara Trio noch während des ersten Songs ihres Sets wegen eines heftigen Regen- und Hagelschauers abbrechen mussten. (Die halbe Stunde Verzug konnte man aber gut zum Genuss mindestens eines weiteren Schokofruchtspießes nutzen. Wahnsinn…) Glücklicherweise fand später allerdings die Sonne wieder den Weg auf das Festival, so dass unser Konzert und der restliche Abend von weiteren Umständlichkeiten verschont blieb. Zum unserem Konzert selbst kann ich gar nicht allzu viel spektakuläres berichten. Schön war’s! Ich selbst – und ich glaube es ging auch einem Teil des Publikums so – war zu Anfang des Konzerts etwas abgelenkt vom Treiben einer kleinen Gruppe vorwiegend schwarz bekleideter Jugendlicher, die sich schon während des Soundchecks direkt vor der Bühne platziert hatten und mit teilweise abenteuerlichen Tanzeinlagen während des Konzerts für Ablenkung sorgten. Bzw. für Aufregung in dem Sinne, dass man manchmal einfach Angst hatte, gleich würde jemand aus zwei Metern Höhe auf seinen Kopf fallen oder sich beim Moshen verrenken. Aber die Wiese war ja zum Glück weich vom Regen… Die Jungs hatten jedenfalls großen Spaß an unserem Konzert, obwohl die Bandnamen ihrer Shirts auf einen anderen Musikgeschmack hätten schließen lassen können. Chapeau!

Nun wirds zwei Wochenenden etwas ruhiger im Hause Bertholini. Die Festivalsausen sehen uns erst wieder am 8. und 9. Juli in Aktion. Dann sind wir zum Sofatag auf dem Campus in Jena (Freitag) und im Günthersburgpark in unserer Labelheimat Frankfurt (Samstag) zu sehen. Bis dahin.

Euer Zoltán

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2 Gedanken zu „Hagel im Pfarrhaus

  1. Rainer Krause

    Hallo Ihr Lieben,
    es war uns ein großartiges Vergnügen, Euch beim FOLKFESTIVAL dabei gehabt zu haben, By the way – das Catering so wie Ihr es offenbar erlebt habt ist bei uns Standard! Weitersagen!
    Beste Grüße,
    Rainer

    Antwort
  2. e.

    leider fiel Euer konzert meinen bedürfnissen nach futter zum opfer! kleine buchstaben wegen großen umfangs. oder so…

    Antwort

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